Nägel mit Köpfen machen: Milan bietet für Senderos 16 Millionen Franken
Aktualisiert

Nägel mit Köpfen machenMilan bietet für Senderos 16 Millionen Franken

Milan hat Arsenal für Philippe Senderos ein offizielles Angebot gemacht. Die Italiener wollen den Schweizer zunächst für 2 Mio Euro ausleihen und dann für 8 Mio Euro übernehmen. Mit einem Transfervolumen von 16 Mio Franken könnte Senderos so zum teuersten Schweizer Fussballer werden.

Auf der Suche nach Verstärkung für die Defensive hat die AC Milan sich nun offenbar für den 23-jährigen Philippe Senderos entschieden. «Er wäre der optimale Innenverteidiger für uns», sagte Milan-Trainer Carlo Ancelotti. Einen Fürsprecher im Team von Milan hat Senderos im Franzosen Mathieu Flamini, der im Mai von Arsenal nach Mailand gewechselt hatte.

Senderos hat bei Arsenal derzeit zwar wenig Aussicht auf einen Stammplatz und ist hinter Mikael Sylvestre (von Manchester United verpflichtet), William Gallas und Kolo Touré nur die Nummer 4 in der zentralen Abwehr, doch bei den Rossoneri hat er im letzten Februar einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. In den Achtelfinals der Champions League spielte Senderos gegen Milan (0:0, 2:0 für Arsenal) und die Stürmer Pato und Filippo Inzaghi zweimal überragend.

Ob der Genfer nach Mailand wechselt, hängt nun von der Zusage von Arsenals Coach Arsène Wenger ab. Eine Offerte von Newcastle United, das gemäss englischen Medienberichten noch immer an einer Verpflichtung Senderos' interessiert sein soll, hatte der Franzose im Juli abgelehnt.

Der Vater von Senderos bestätigte jedenfalls, dass für seinen Sohn zwei Anfragen eingegangen seien: von Milan und von Newcastle United. Weniger offen zeigte sich gemäss der «Gazzetta dello Sport» Senderos' Agent Franco Granello: «Im Moment gibt es nichts Neues zu verkünden.»

Lässt sich Milan das «Senderos-Paket» tatsächlich 16 Mio Franken kosten, wäre der Romand der teuerste Schweizer Fussballer aller Zeiten. Bisherige Rekordsumme sind die 12,7 Mio, welche Olympique Lyon vor acht Jahren für Patrick Müller an die Grasshoppers bezahlte, vor den 11,8 Mio Franken, welche sich Napoli im gleichen Sommer den Transfer von David Sesa von Lecce hatte kosten lassen.

(si)

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