Milch gestohlen? Nestlé droht in Venezuela die Enteignung
Aktualisiert

Milch gestohlen? Nestlé droht in Venezuela die Enteignung

In Venezuela ist Milch und Zucker Mangelware. Hugo Chavez - Präsident von Venezuela - gibt dafür Nestlé die Schuld und will den Konzern enteignen.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé und die italienische Parmalat-Gruppe «stehlen Milch». Dies sagte Hugo Chavez in seiner wöchentlichen Radioansprache am Sonntag.

Falls sich der Verdacht erhärten sollte, wird Chavez nicht zögern Nestlé in Venezuela zu enteignen, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt.

Nestlé wird vorgeworfen unter Druck und Erpressung die Rohmilchvorräte aufgekauft zu haben. Somit würden die staatlichen Molkereien ohne der Rohstoff dastehen.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» weiter schreibt herrscht seit Monaten in Venezuela akuter Mangel an Grundnahrungsmitteln wie Milch, Eier, Zucker, Rindfleisch, Hühnerfleisch und Weizenmehl. Chavez wirft den Firmen vor, sie exportierten zu viele Lebensmittel ins Ausland. Die Exporteure hingegen machen die staatlichen Preisvorschriften für das Problem verantwortlich.

Chavez hat schon letztes Jahr die Ölfelder verstaatlicht. Dabei schreckte der Präsident auch nicht zurück mit Exxon Mobile auf Konfrontationskurs zu gehen. Alle ausländischen Konzerne mussten Anteile abgeben, so dass der staatliche Konzern PDVSA auf einen Mehrheitsanteil von mindestens 60 Prozent kam. (scc)

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