Milch von Klonkühen bald auf dem Markt
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Milch von Klonkühen bald auf dem Markt

In Grossbritannien ist am 2. Dezember erstmals ein Kalb zur Welt gekommen, das aus einer preisgekrönten Superkuh erzeugt wurde. Und bald schon wird seine Milch verkauft werden - völlig legal.

Laut dem britischen Lebensmittelministerium Defra wurden damit keine Gesetze verletzt. Denn erst kürzlich wurde festgehalten, dass Produkte von geklonten Tieren unbedenklich seien - schliesslich könnten sie ja nicht von ihren Stammtieren unterschieden werden, da sie genetisch identisch sind.

«Jedes Kind eines geklonten Tiers wird genauso betrachtet wie jede andere, natürlich geborene Kuh», so eine Defra-Sprecherin. So also auch das am 2. Dezember in England geborene Kalb, dass aus einer preisgekrönten US-Kuh und dem Samen eines normalen Stiers erzeugt und einer britischen Kuh zum Austragen eingepflanzt worden war.

Auch die britischen Züchter scheinen überhaupt kein Problem mit Klontieren zu haben. Das Kalb sei durch eine «konventionelle Reproduktionstechnik» enstanden, behauptet Züchter Simon Gee: «Es unterscheidet sich durch nichts von den anderen 220 000 Kühen, die durch künstliche Befruchtung gezeugt werden.»

Die Briten sehen das jedoch anders und sind ganz offensichtlich beunruhigt durch den Klon-Import aus den USA. Der britsche Zuchtverband wurde mit Telefonanrufen und E-Mails überschwemmt.

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