Freisprüche: Milde gegen Genfer Raser

Aktualisiert

FreisprücheMilde gegen Genfer Raser

In Genf hat ein Geschworenengericht zwei Raser vom Vorwurf freigesprochen, bei einem Autorennen eventualvorsätzlich die Verletzung von Passanten in Kauf genommen zu haben. Die beiden kommen mit einer Verurteilung wegen schweren Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz davon.

Der Fahrer des Unfallfahrzeuges wurde zudem wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Das Strafmass geben die Geschworenen erst im Verlaufe des Donnerstagabends bekannt.

Der Verkehrsunfall, über den in der ablaufenden Woche in erster Instanz verhandelt wurde, hatte in Genf für grosses Aufsehen und Empörung gesorgt. Am 21. Mai 2004 gegen 23 Uhr hatten sich die beiden damals 19-jährigen Männer auf dem Quai de Cologny ein Autorennen geliefert.

15 Verletzte

Mit 140 km/h rasten sie auf der geraden Strasse, auf der eine Höchstgeschweindigkeit von 60 km/h gilt. Dann verlor einer der beiden die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem entgegenkommenden Auto. Sein Fahrzeug wurde zweigeteilt und auf die besonders bei jungen Menschen beliebten Seepromenade geschleudert.

Fünfzehn Personen, darunter elf Fussgänger sowie der Unfallfahrer, wurden verletzt. Laut Aussagen von Polizisten präsentierte sich die Unfallstelle wie in einem Katastrophenfilm. 27 Personen mussten psychologisch betreut werden.

Notiz an die Redaktion: Folgt Neufassung nach Verkündung des Strafmasses

(sda)

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