Trend-Barometer: Miley ohne Bong im Google-High

Aktualisiert

Trend-BarometerMiley ohne Bong im Google-High

Der radikale Image-Wechsel zahlt sich aus: Miley Cyrus ist seit den VMAs ein Riesenhit auf Google. Dank stetig neuer Kritik ist kein Ende in Sicht.

von
bbe/mor

Stellen Sie sich vor, in vielen, vielen Jahren, wenn Historiker auf unsere Zeit zurückschauen und auf längst antiquierten Festplatten zufällig das Google-Barometer aus dem Jahr 2013 entdecken, dann werden sie denken: Oha, die Miley Cyrus, die hats draufgehabt. Denn: Seit den MTV Music Awards Ende August in New York gehört die heute 20-Jährige zu den meistgesuchten Personen der Welt. Ihr Google-Barometer (in Google-Sprache Suchvolumenindex 100) ist dank des Extrem-Twerkings quasi ins Nirvana geschossen.

Natürlich, die Strategie mit dem Imagewandel hat Frau Cyrus nicht erfunden. Christina Aguilera hat die süsse «Genie in a Bottle» erfolgreich gekillt und dem abgemurksten Flaschengeist 2002 das derbere Album «Stripped» entlockt. Oder denken Sie an den rasierten Schädel von Britney Spears oder an Lindsay Lohan, die ihr Image wegen Alkoholsünden zeitweise sogar ganz im Gefängnis gelassen hat. Das mit den Disney-Sternchen (das waren sie schliesslich alle) wird auf Dauer halt arg langweilig.

Kleinere Ausschläge Dank «Vanity Fair» und Verlobung

Bei Miley Cyrus ist die Strategie offenbar aufgegangen. Noch nie zuvor hat die Welt dermassen viel über die Tochter von Country-Star Billy Ray geredet, gemotzt oder geschrieben. Google hat ihr den Hauruck-Image-Wechsel gedankt. Bei Google Trends dümpelte Miley Cyrus bis zu den Music Awards auf einer stabilen, vergleichsweise flachen Kurve vor sich hin. Kleinere Ausschläge nach oben gab es lediglich im April 2008, als die damals 17-Jährige für die «Vanitiy Fair» posierte. Einen weiteren Klein-Peak erreichte la Cyrus im Juni 2010, als sie in einem Interview darauf bestand, keine «Nutte» zu sein. Etwas interessanter wurde die Cyrus anlässlich ihrer Bong-Eskapade Ende 2010 und ihrer Verlobung mit Schauspielschnuckel Liam Hemsworth. Offenbar hat das Beratertteam da verstanden: Aha, das mit den Negativschlagzeilen ist halt doch nicht so schlecht.

Eine Trendprognose mag Google für Miley nicht herstellen. Die Erklärung: Bei bestimmten Begriffen sei die «Fortschreibung bisheriger Werte in die Zukunft nur schwer möglich». Die Suchmaschine traut der Miley also noch nicht ganz über den Weg. Dabei arbeitet sie doch so hart daran, in den Schlagzeilen zu bleiben. Aktuell legt sie sich nach der halben Welt noch neue Feinde zu: Juden und Feministinnen. Alles über Mileys aktuellste Feinde erfahren Sie in der Bildstrecke. Damit sorgt Miley auch ohne Bong für viele Highs.

Deine Meinung