Milieu floriert: 250 neue Prostituierte
Aktualisiert

Milieu floriert: 250 neue Prostituierte

Das Sexgewerbe in Basel boomt. Seit Anfang Jahr hat die Zahl der Sexarbeiterinnen um 50 Prozent zugenommen.

«Der Markt ist noch nicht ausgeschöpft», weiss Kurt Wigger, Leiter des Fahndungsteams Milieu des Bas-ler Sicherheitsdepartements.

Gegenwärtig seien in der Stadt rund 750 Sexarbeiterinnen – 250 mehr als noch Ende 2004 – tätig. Dazu kommen noch bis zu 200 Frauen, die illegal als Prostituierte arbeiten. Zugenommen hat auch die Anzahl an Massagesalons.

Sie stieg um 27 auf 255. Davon liegen 133 im Gross- und 121 im Kleinbasel und einer in Riehen. Wigger: «Die meisten davon laufen gut bis sehr gut.» Mit der Personenfreizügigkeit erwartet er eine weitere Zunahme an Sexarbeiterinnen.

Das Team Milieu – bestehend aus einer Frau und drei Männern – versucht mit regelmässigen Kontrollen, die Rotlichtszene in Basel zu überwachen.

Im ersten Halbjahr 2005 wurden 501 Personen und 169 Salons kontrolliert. «Dabei gibt es nur ganz selten Stressmomente, und dann ist meist Alkohol im Spiel», so Wigger. Auch die Freier würden sich generell anständig verhalten.

«Das Milieu in Basel ist eigentlich ruhig», fasst Wigger zusammen. Hauptproblem sei, dass der Touristenstatus von Sexarbeiterinnen missbraucht werde. Menschenhandel sei dagegen praktisch inexistent.

Christian Degen

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