Kanton Uri: Hier stürzte der Militär-LKW 220 Meter in die Tiefe

Aktualisiert

Kanton UriHier stürzte der Militär-LKW 220 Meter in die Tiefe

Am Sustenpass kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall. Zwei Männer stürzten in einem LKW rund 220 Meter in den Tod.

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Der LKW stürzte rund 220 Meter in die Tiefe.

Der LKW stürzte rund 220 Meter in die Tiefe.

20minutes/News-Scout
Die beiden Insassen, zwei Männer im Alter von 51 und 57 Jahren, kamen beim Unfall ums Leben. 

Die beiden Insassen, zwei Männer im Alter von 51 und 57 Jahren, kamen beim Unfall ums Leben. 

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Der Unfall ereignete sich …

Der Unfall ereignete sich …

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Auf der Sustenstrasse Richtung Wassen hat sich ein tödlicher Unfall ereignet. Im Bereich Rässegg kollidierte ein Militär-LKW mit dem seitlichen Rohrgeländer. Anschliessend durchbrach der Lastwagen das Geländer und stürzte rund 220 Meter ins steil abfallende Gelände, wie die Kantonspolizei Uri mitteilt. Der Lastwagen überschlug sich dabei mehrmals – die beiden Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert.

Die zwei Männer im Alter von 51 und 57 Jahren erlitten dabei schwerste Verletzungen. Beide Fahrzeuginsassen verstarben noch auf der Unfallstelle. Beim Lastwagen handelte es sich um ein Militärfahrzeug, das im Rahmen einer ausserdienstlichen Tätigkeit gelenkt wurde.

Der Unfall ereignete sich am Samstag um ca. 15.20 Uhr. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, welche durch die Kantonspolizei Uri, unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Uri, erfolgen. Gemäss der Kapo Uri würden nun Befragungen durchgeführt und das Aufzeichnungsgerät des LKWs werde untersucht. Im Einsatz standen die Rega, das Care Team Uri, die Feuerwehr Wassen, die Chemiewehr Uri, ein Bestattungsunternehmen, das Amt für Umweltschutz, das Amt für Tiefbau sowie die Staatsanwaltschaft Uri und die Kantonspolizei Uri.

Fahrzeug war im Auftrag eines Vereins unterwegs

Gemäss Armeesprecher Daniel Reist war das Fahrzeug im Auftrag des Verbands Schweizerischer Militär-Motorfahrer-Vereine (VSMMV) unterwegs, einem ausserdienstlichen Fachverband. «Diese Vereinigung hat rund 5500 Mitglieder, die teilweise noch im Dienst der Armee stehen, teilweise nicht mehr», sagt Reist auf Anfrage von 20 Minuten.

Die Vereinigung leiste Transportfahrten für die Armee und betreibe eine ausserdienstliche Fahrausbildung: «Sie nutzen Fahrzeuge der Armee, um angehende Motorfahrer auszubilden. Dies sowohl für Angehörige der Armee, die bereits in der Ausbildung zum Motorfahrer sind, als auch als Vorbereitung auf eine Motorfahrer-Ausbildung in der Armee.» Der VSMMV werde teilweise auch vom Bund unterstützt. 

«Für die Armee sind Vereine wie der VSMMV extrem wichtig», sagt Reist. «Sie gehen sehr oft trainieren und tragen mit ihren Ausbildungen entscheidend zur Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Armee bei. Unser Beileid gilt den Angehörigen der Verunfallten und all ihren Kameraden.» Der Verantwortliche für die Kommunikation des VSMMV sagt auf Anfrage von 20 Minuten, man habe intern entschieden, sich gegenüber den Medien nicht zum Unfall zu äussern. 

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen




(job)

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