Aktualisiert

Kameraseil an Ski-WM gerissenMilitärjustiz klagt früheren PC-7-Team-Leiter an

Gegen den früheren Leiter des PC-7-Teams ist Anklage erhoben worden. Es geht um die Kollision mit dem Seil einer Kamera an der Ski-WM in St. Moritz. Die Kamera stürzte in den Zielraum.

Hier reisst eine PC-7 die Kamera vom Himmel.

SRF

Die Schweizer Militärjustiz hat nach einer Kollision eines PC-7-Flugzeugs mit einer Seilbahnkamera in St. Moritz im Jahr 2017 Anklage gegen den früheren Team-Leiter der Kunstflugstaffel erhoben. Das Strafverfahren gegen den Piloten des Flugzeugs wurde eingestellt.

Dem Team-Leiter werden Missbrauch und Verschleuderung von Material, Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen sowie Nichtbefolgung von Dienstvorschriften vorgeworfen, wie die Militärjustiz am Freitag mitteilte. Für den Angeklagten gelte weiterhin die Unschuldsvermutung.

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Der Flügel einer PC-7 hat das Seil der Kamera touchiert. Dieses riss und die Kamera stürzte in den Zielraum.

Der Flügel einer PC-7 hat das Seil der Kamera touchiert. Dieses riss und die Kamera stürzte in den Zielraum.

Screenshot SRF
Das Verfahren gegen den Piloten des Flugzeugs wurde eingestellt. (Archivbild)

Das Verfahren gegen den Piloten des Flugzeugs wurde eingestellt. (Archivbild)

Keystone

Kamera stürzte in Zielraum

Ein Flugzeug der Kunstflugstaffel PC-7 Team hatte bei einer Flugvorführung am 17. Februar 2017 anlässlich der Ski-WM in St. Moritz mit einem Flügel das Zugseil einer SRF-Seilbahnkamera touchiert. Das Seil riss und die Kamera stürzte in den Zielraum vor der Zuschauertribüne. Verletzt wurde niemand.

Das durchtrennte Zugseil wurde in Richtung Sesselbahn geschleudert, beschädigte die Plexiglas-Haube eines Sessels und verfing sich. Die Sicherheitseinrichtung schaltete die Anlage automatisch aus und der Betrieb der Sesselbahn wurde während 20 Minuten unterbrochen.

Der PC-7-Flieger konnte selbstständig in Samedan landen – er wurde durch die Kollision jedoch am Flügel beschädigt. Die Reparatur kostete rund 75'000 Franken. Der Schaden an der Aufhängevorrichtung für die Kamera, an der Kamera selbst sowie dem nahegelegenen Sessellift betrug mehrere Hunderttausend Franken.

(SDA)

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