Generation Y: Millennials fürchten sich vor Drittem Weltkrieg
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Generation YMillennials fürchten sich vor Drittem Weltkrieg

Kriege und bewaffnete Konflikte zählen zu den grössten Sorgen der sogenannten Generation Y. Das besagt eine Studie des Roten Kreuzes.

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leg
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Die weltweiten Spannungen bereiten jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren Sorgen.

Die weltweiten Spannungen bereiten jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren Sorgen.

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Kriege und bewaffnete Konflikte zählen zu den grössten Sorgen der sogenannten Generation Y.

Kriege und bewaffnete Konflikte zählen zu den grössten Sorgen der sogenannten Generation Y.

Jörg Carstensen
Drei Viertel der Millennials sehen einen Bedarf, Atomwaffen für die Kriegsführung zu beschränken.

Drei Viertel der Millennials sehen einen Bedarf, Atomwaffen für die Kriegsführung zu beschränken.

AP/str

Die weltweiten Spannungen bereiten jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 35 Jahren Sorgen. 45 Prozent nennen Krieg und bewaffnete Konflikte als eines der grössten Probleme weltweit und 47 Prozent halten den Ausbruch eines Dritten Weltkriegs noch zu Lebzeiten für wahrscheinlich.

Zu diesem Ergebnis kam die am Donnerstag veröffentlichte Studie «Millennials on War» des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, die in 16 Ländern durchgeführt wurde, darunter auch in der Schweiz, wo 1000 junge Erwachsene befragt wurden.

Atomwaffen-Verbot gefordert

Mehr als 56 Prozent der Schweizer Millennials glauben, dass in den nächsten zehn Jahren «sehr wahrscheinlich» Atomwaffen eingesetzt werden. Fast der gleiche Anteil geht davon aus, dass es eines Tages einen Dritten Weltkrieg geben wird. Insgesamt fordert gut die Hälfte der Millennials (54 Prozent) aus 16 Ländern ein Verbot von Atomwaffen in ihrem Land und befürchtet, dass diese in den nächsten zehn Jahren eingesetzt werden.

Hoffnungsvoll zeigen sich hingegen vor allem junge Erwachsene aus Konfliktregionen. 69 Prozent der Befragten aus Syrien und der Ukraine glauben an ein Ende des Konflikts in ihrem Land innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Zweifelhafte Ansichten zu Menschenrechten

Besorgniserregend jedoch sind die Ansichten mancher Millennials zu einigen fundamentalen Menschenrechten. So hält mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten Folter unter gewissen Umständen für zulässig. Beinahe ebenso viele finden, dass Soldaten in Gefangenschaft der Kontakt zu ihren Familien verboten werden sollte. Beides sind international gültige Menschenrechte. Im Rahmen der Studie befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos von Juni bis Oktober 2019 mehr als 16'000 Personen im Alter von 20 bis 35 Jahren.

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