Umfrage - Millennials und Generation Z sorgen sich um Klimawandel
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UmfrageMillennials und Generation Z sorgen sich um Klimawandel

Im weltweiten Vergleich beunruhigt der Klimawandel die jungen Schweizerinnen und Schweizer mehr als ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Befriedigung am Arbeitsplatz ist für die junge Generation laut einer Deloitte-Umfrage wichtig. Die Angst vor Arbeitslosigkeit schwingt jedoch mit. (Archivbild)

Befriedigung am Arbeitsplatz ist für die junge Generation laut einer Deloitte-Umfrage wichtig. Die Angst vor Arbeitslosigkeit schwingt jedoch mit. (Archivbild)

Keystone/Gian Ehrenzeller

Die jungen Schweizerinnen und Schweizer sehen im Klimawandel die grösste Herausforderung für die Menschheit. Sie sorgen sich im weltweiten Vergleich deutlich mehr um dieses Thema als ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Für zwei von fünf Millennials, junge Menschen im Alter von 27 bis 38 Jahren, ist der Klimawandel die grösste Sorge, wie aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte hervorgeht. Bei der Generation Z, Jugendliche zwischen 18 und 26 Jahren, sind die Sorgenfalten noch grösser. Für knapp jeden Zweiten ist der Klimawandel das Top-Thema.

Im globalen Vergleich dominiert bei den Millennials das Thema Gesundheitspflege und Krankheitsprävention. Erst an dritter Stelle kommt bei diesen jungen Leuten der Klimawandel. Bei der Generation Z ist der Klimawandel auch global das Top-Thema. Sorgen bereitet beiden Gruppen die Angst vor Arbeitslosigkeit.

Wenig Vertrauen in die Wirtschaft

Schweizer Millennials haben im Vergleich zu ihren Altersgenossen weltweit weniger Vertrauen in die Wirtschaft. Sie beurteilen die Tätigkeit der Unternehmen gegenüber Gesellschaft und Umwelt kritischer. In den nächsten zwölf Monaten sehen sie die wirtschaftliche Situation im Land deutlich skeptischer als in früheren Jahren.

Die Corona-Pandemie hat für die jüngere Generation in der Schweiz einen weniger grossen Einfluss auf ihre Leben gehabt als anderswo in der Welt. Spiegelbild dieser Feststellung ist die Tatsache, dass auf der anderen Seite die Solidarität untereinander weniger ausgeprägt war, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht.

Darüber hinaus klagen mehr Jugendliche in der Schweiz als anderswo darüber, dass ihr Arbeitgeber sich in der Pandemie zu wenig um das psychische Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden gekümmert habe. Sie hätten darüber hinaus auch keine spezifischen Pläne erarbeitet, um ihr Personal bei langfristigen Folgen von Covid-19 zu unterstützen.

Ausgeprägter Idealismus

In den letzten zehn Jahren, seit Deloitte die Umfrage bei Millennials durchführt, habe sich die Lebensrealität der jungen Generation verändert. An den grundlegenden Werten habe sich jedoch nichts geändert, so Veronica Melian, Deloitte Switzerland Human Capital Leader. Sie hätten ihren Idealismus beibehalten.

Und sie strebten nach wie vor nach einer besseren Welt. Die Jugendlichen seien überzeugt, dass Unternehmen die Gesellschaft noch besser unterstützen könnten und sollten. Die Millennials und die Generation Z seien unverändert stark von Werten getrieben und handlungsorientiert, wie der langjährige Trend in den Umfragen zeige.

Selbst in schwierigen Jahren habe sich die junge Generation stets für einen positiven Wandel in der Gesellschaft eingesetzt. Unternehmen, die diese Vision für eine bessere Zukunft teilten und unterstützten, dürften gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Unternehmen seien gefordert, eine offene Arbeitskultur zu schaffen.

Deloitte hat für ihre Umfrage 14'600 Millennials und 8200 Jugendliche der Generation Z in 45 Ländern befragt. In der Schweiz waren es 300 Millennials und 100 Personen der Generation Z.

(SDA/chk)

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