«Sober Curious»: Millennials wollen feiern – aber bitte ohne Kater
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«Sober Curious»Millennials wollen feiern – aber bitte ohne Kater

Drinks ohne Alkohol mit natürlichen Zutaten wie Cannabis sind im Trend. Doch junge Schweizer wollen ohne Kater feiern.

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leg
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Im Ausgang setzen junge Schweiz immer mehr auf Drinks ohne Alkohol.

Im Ausgang setzen junge Schweiz immer mehr auf Drinks ohne Alkohol.

Keystone/Ueli Christoffel/Keystone
Die Kreativität der Barkeeper ist gefragt beim Mixen von alkoholfreien Drinks.

Die Kreativität der Barkeeper ist gefragt beim Mixen von alkoholfreien Drinks.

Keystone/Martin Ruetschi
Seit der Legalisierung von CBD gibt es immer mehr Produkte. Jetzt soll ein Drink auf den Markt kommen.

Seit der Legalisierung von CBD gibt es immer mehr Produkte. Jetzt soll ein Drink auf den Markt kommen.

Keystone

Schweizerinnen und Schweizer trinken heute viel weniger als noch vor 25 Jahren – von 10,1 Litern pro Kopf 1992 ist der Konsum 2018 auf 7,7 Liter gesunken.

Besonders Millennials sind gesundheitsbewusster. Sie wollen keinen Kater, sie wollen fit sein und die vielen Kalorien im Alkohol meiden, wie der «Tages Anzeiger» schreibt.

Im angelsächsischen Raum kursiert zu dieser neuen Lust an der Abstinenz bereits ein Begriff: «Sober Curious», was so viel bedeutet wie «Nüchternheitsneugier». So bezeichnen sich jene, die nicht komplett auf Alkohol verzichten, aber das Leben «ohne» ausprobieren möchten.

Abends in der Bar bestellen sie einen alkoholfreien Cocktail. Das bedeutet, dass die Kreativität der Barkeeper gefragt ist. Getränkehersteller tüfteln an alkoholfreiem Gin und Wein – sowie Drinks mit Cannabis.

«High statt betrunken»

In den USA sind Mineralwasser mit Cannabis im Trend. Das darin enthaltene Cannabidiol (CBD) wirkt entspannend. «High statt betrunken: Wellness-Generation steht auf CBD», titelte das Gottlieb-Duttweiler-Institut kürzlich mit Verweis auf seinen «Food Trends Report».

Was junge Partygänger von Cannabis-Drinks überzeugt: Sie enthalten weniger Kalorien als Alkohol, der Hangover bleibt einem erspart, ebenso der Kontrollverlust (offenbar ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Generation Instagram).

Der Schweizer Getränkefachhandel habe sein alkoholfreies Angebot in den letzten Jahren massiv ausgebaut, wie der Inhaber des Getränkehersteller Drinks of the World, Stefan Müller zum Tages-Anzeiger sagt. Besonders die junge Kundschaft wünsche gesunde Alternativen zu Cola, Fanta, Sprite und Co. Die Bierbrauereien spüren den Trend ebenso, nie wurde in der Schweiz mehr alkoholfreies Bier getrunken.

Neben Dauerbrenner Mate-Eistee verkaufen sich in Müllers Filialen derzeit diverse Tonics sowie scharfe Ingwerbrausen – etwa das Ginger Root Beer – gut.

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