Johann Rupert: Milliardär aus Südafrika sichert sich Impfstoff und fliegt in die Schweiz
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Johann RupertMilliardär aus Südafrika sichert sich Impfstoff und fliegt in die Schweiz

Johann Rupert, milliardenschwerer Unternehmer, konnte sich kurz nach dem Impfstart im Kanton Thurgau impfen lassen. Er flog dafür mit seinem Privatjet extra in die Schweiz.

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Johann Rupert liess sich im Kanton Thurgau gegen das Coronavirus impfen.

Johann Rupert liess sich im Kanton Thurgau gegen das Coronavirus impfen.

Richemont
In Frauenfeld wurde Mitte Januar 2021 das erste stationäre Impfzentrum eröffnet.

In Frauenfeld wurde Mitte Januar 2021 das erste stationäre Impfzentrum eröffnet.

Staatskanzlei Thurgau

Darum gehts

  • Johann Rupert liess sich im Kanton Thurgau gegen das Coronavirus impfen.

  • Dies, obwohl der reichste Mann Südafrikas noch nicht 75 Jahre alt ist.

  • Die Impfung war nur möglich, weil sich die Hirslanden-Gruppe indirekt in seinem Besitz befindet.

Zunächst versuchte er es in einer Klinik in Luzern, dann wurde er im Kanton Thurgau fündig: Johann Rupert, schwerreicher Unternehmer und Mehrheitsbesitzer des Luxusimperiums Richemont, wohnhaft im Südafrika, wollte unbedingt eine Corona-Impfung erhalten. Also stieg der reichste Mann (8 Milliarden Dollar Vermögen) Südafrikas in seinen Privatjet und reiste in die Schweiz, wie der «Tagesanzeiger» schreibt. Kurz nach dem offiziellen Impfstart des Kantons Thurgau am 12. Januar, konnte er sich schliesslich impfen lassen. Dies, obwohl er mit 70 Jahren nicht zur Gruppe der über 75-Jährigen gehört, die in der Schweiz prioritär geimpft wird.

Diese Vorzugsbehandlung war laut Bericht nur möglich, da die Hirslanden-Gruppe, die sich indirekt in seinem Besitz befindet, im Thurgau den Zuschlag für den Aufbau und die Durchführung von Covid-Impfungen erhalten habe. Die Spitalgruppe betreibt ein Impfzentrum in Frauenfeld, wo auch Rupert behandelt wurde.

Gegenüber dem «Tagesanzeiger» bestätigt die Hirslanden-Gruppe die Impfung von Rupert. Normalerweise gebe man wegen des Patientengeheimnisses die Namen von geimpften Personen nicht heraus. «Herr Rupert, der zur Kategorie der Risikopatienten zählt, hat uns aber aus Gründen der Transparenz in dieser Angelegenheit autorisiert, seine Impfung im Rahmen der Testimpfung zu bestätigen», sagte ein Sprecher.

Als Motivation für die Vorzugsbehandlung gibt Rupert Folgendes an: «Es liegt mir daran, für alle Mitarbeitenden in meinen Unternehmen ein Zeichen zu setzen. Meine Botschaft ist: Nur über die Impfung werden wir es schaffen, aus dieser Krise herauszukommen.»

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(kat, ore)

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