Gartner-Studie: Milliarden-Business Mobile-Apps
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Gartner-StudieMilliarden-Business Mobile-Apps

2009 wurden mit Handy-Applikationen 4,2 Milliarden US-Dollar eingenommen. In den nächsten drei Jahren wird mit Einnahmen in der Höhe von fast 30 Milliarden Dollar gerechnet. Der Löwenanteil geht zurzeit noch an Apple, doch die Konkurrenz holt auf.

von
mbu
Laut der Studie von Gartner werden künftig vermehrt Gratis-Apps angeboten, die durch Werbung finanziert sind.

Laut der Studie von Gartner werden künftig vermehrt Gratis-Apps angeboten, die durch Werbung finanziert sind.

Eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Gartner prophezeit den Anbietern von Handy-Apps eine rosige Zukunft. Schon 2009 wurden damit mit 2,5 Millionen verkauften Apps rund 4,2 Milliarden US-Dollar eingenommen. Davon sollen satte 99,4 Prozent direkt in die Kasse von Apple geflossen sein. Für 2013 sagt Gartner gar Einnahmen in der Höhe von 29,5 Milliarden Dollar und 21,6 Milliarden Downloads voraus.

Apples Konkurrenten ziehen nach

Als erster Player auf dem Markt der Handy-Appplikationen ging Apple im Juli 2008 mit dem App Store ins Rennen. Bereits im darauf folgenden Dezember konnte das US-Unternehmen den Verkauf von 300 Millionen Apps vermelden. Am 5. Januar 2010 waren es offiziellen Angaben zufolge bereits mehr als drei Milliarden Programme, die innerhalb der ersten 18 Monate runtergeladen wurden. Auch Google, Microsoft, Nokia, RIM und weitere Firmen sind auf den Zug aufgesprungen und setzen auf eigene Online-Shops für Handyprogramme. Der App Store ist mit über 100 000 Applikation jedoch nach wie vor unangefochtener Spitzenreiter. Auf Platz zwei folgt Googles Android Market mit mehr als 16 000 Apps.

Werbefinanzierte Apps im Kommen

Laut der Studie sollen 2013 rund 25 Prozent der Einnahmen durch Gratis-Apps, die mit Werbung gespickt sind, verdient werden. «Die wachsende Verbreitung von Smartphones bedeutet noch lange nicht, dass Konsumenten automatisch mehr Geld ausgeben werden», wird ein Gartner-Mitarbeiter auf dem IT-Newsportal arstechnica.com zitiert. Deshalb dürfte das Angebot an werbefinanzierten Applikationen stark zunehmen. Diese These wird durch die Tatsache untermauert, dass Apple anfangs Januar den Mobilfunk-Werbeanbieter Quattro Wireless gekauft hat. Konkurrent Google hatte im November zuvor für 750 Mio. Dollar den Mobilfunk-Anbieter AdMob geschluckt und erklärt, dass mobile Werbung zwar noch in den Kinderschuhen stecke, aber «enormes Potenzial» habe (20 Minuten Online berichtete).

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