Milliardengeschäft mit sauberer Luft
Aktualisiert

Milliardengeschäft mit sauberer Luft

Lange hat die Wirtschaft das Thema Klimawandel ignoriert. Doch nun erkennen Firmen, dass der Handel mit sauberer Luft ein Milliardengeschäft ist.

Nach Schätzungen des Branchendiensts Pointcarbon wurden 2006 insgesamt 817,9 Millionen Verschmutzungsrechte gehandelt. Dieses Jahr wird mit einem Anstieg des Handelsvolumens auf 1,2 Milliarden gerechnet.

Auch Anleger bevorteilen immer stärker Firmen, die ökologisch produzieren. Die Bank Sarasin etwa verzeichnete eine Volumenzunahme von einem Drittel gegenüber dem Vorjahr bei Anlagen, die ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen. Ende 2006 verwaltete Sarasin über 5 Milliarden Franken an solchen Anlagen: Aus Ökologie ist ein Milliardengeschäft geworden, von dem Klimabörsen, Beratungshäuser und Fondsgesellschaften profitieren.

Hierzulande können sich Firmen frühestens ab 2008 freiwillig verpflichten, ein CO2-Reduktionsziel anzunehmen und sich so von der CO2-Abgabe befreien. Nicht ausgeschöpfte Emissionsrechte können verkauft werden.

(gal)

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