Aktualisiert 31.12.2012 22:17

2013 ist da

Millionen Asiaten begrüssen das neue Jahr

Die ersten Länder feiern bereits das neue Jahr. In Samoa und Australien haben die Feste begonnen. In Sydney wie immer mit einem spektakulären Feuerwerk. In Hongkong bestaunen 100'000 Besucher das riesige Feuerwerk.

In Asien und Ozeanien haben in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) Millionen Menschen mit Feuerwerk, Musik und Tanz das neue Jahr begrüsst. Rund 1,6 Millionen Menschen verfolgten das Feuerwerk über der berühmten Harbour Bridge im australischen Sydney, wie die Zeitung «Sydney Morning Herald» auf ihrer Internetseite berichtete. Nach Angaben der Veranstalter war das Spektakel am Nachthimmel mit sieben Tonnen Pyrotechnik das grösste weltweit.

Den Auftakt zu den Silvester-Feiern machte wenige Stunden zuvor Samoa. Die Bewohner des südpazifischen Inselstaats begrüssten das Jahr 2013 bereits am späten Montagvormittag mitteleuropäischer Zeit.

Nach fast fünf Jahrzehnten der Isolation unter einer strengen Militärjunta beteiligten sich erstmals auch die Menschen in Burma an den internationalen Silvesterfeiern. Rund 90.000 Menschen zählten vor der Shwedagon-Pagode in der Innenstadt von Rangun die Sekunden bis zum Jahreswechsel herunter. «Wir fühlen uns, als wären wir in einer anderen Welt», sagte die Studentin Yu Thawda, die mit drei Freunden Silvester feierte.

In Nordkorea strömten zahlreiche Menschen durch die Strassen der Hauptstadt Pjöngjang, um das Feuerwerk über dem Taedong-Fluss zu sehen. In Hongkong verfolgten Zehntausende Schaulustige das bislang grösste Pyro-Spektakel über dem Hafen der südchinesischen Stadt.

Indien sagt nach Gewalttat zahlreiche Feiern ab

In Indien wurden nach dem Tod eines Vergewaltigungsopfer hingegen zahlreiche Feierlichkeiten abgesagt. Die junge Frau war am 16. Dezember in einem Bus in der Hauptstadt Neu-Delhi von einer Gruppe von Männern vergewaltigt und zusammengeschlagen worden. Am vergangenen Samstag erlag sie in einer Klinik in Singapur ihren schweren Verletzungen. Die Tat hatte in Indien einen Sturm der Empörung ausgelöst und zu heftigen Ausschreitungen geführt.

Hotels, Klubs und Bürgervereine in Neu-Delhi sagten ihre Silvesterfeiern ab und riefen die Menschen stattdessen auf, in Gedenken an das Opfer Kerzen anzuzünden. «Lasst uns keine Neujahrsfeste im ganzen Land feiern», sagte der Generalsekretär des indischen Einzelhändlerverbands, Praveen Khandelwal. «Das wäre eine grosse Anerkennung für diese verschiedene Seele.»

Auf Zypern wurde angesichts der schweren Schuldenkrise das offizielle Feuerwerk abgesagt. Die dadurch gesparten 16.000 Euro kämen bedürftigen Schulkindern zugute, teilte die Regierung in Nikosia mit. Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras sagte in seine Neujahrsansprache, der schlimmste Teil der Krise sei überwunden und 2013 werde «ein Jahr der Hoffnung».

Merkel fordert energischen Kampf gegen Schuldenkrise

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte in ihrer Ansprache zum Jahreswechsel energische Anstrengungen zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise. Das schwierigere wirtschaftliche Umfeld sei eine Herausforderung. «Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern - im Gegenteil - Ansporn sein», sagte die CDU-Politikerin.

Papst Benedikt XVI. betete bei einer Vesper im Petersdom um ein segensreiches Jahr 2013. Das Gute triumphiere stets über Gewalt und Ungerechtigkeit in der Welt, sagte das katholische Kirchenoberhaupt. Das würde nur manchmal vergessen, weil das Böse «lauter ist als das Gute». Er rief die Gläubigen auf, sich Zeit für Meditation und Gebete zu nehmen, um «Heilung zu finden von den unvermeidlichen Wunden des täglichen Lebens».

Im krisengebeutelten Spanien hofften die Menschen auf ein besseres Jahr 2013. Das Land befindet sich in einer schweren Rezession, die Arbeitslosenquote liegt bei 25 Prozent. «Es sind harte Zeiten, aber einige Feiern gehören einfach dazu - die kann man nicht ausfallen lassen», sagte die 25-jährige Olga Camino, die in einem eleganten Kleid und vielen Freunden in den Strassen von Madrid feiern wollte. Den Jahreswechsel wird sie mit einer spanischen Tradition begehen: Wenn die Uhr auf dem zentralen Platz Puerta del Sol zwölf schlägt, wird sie bei jedem Glockenschlag eine Traube essen und sich etwas für das neue Jahr wünschen. (sda)

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