Millionen Briefe verspätet
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Millionen Briefe verspätet

Die Post hat vor allem in der Westschweiz Millionen pauschalfrankierter Briefe zu spät verteilt. Viele Betriebe wollten ihre Massensendungen noch vor den neuen Tarifen verschicken.

Zu den Verspätungen kam es im Verteilzentrum Lausanne auf. Die Verzögerungen traten seit dem 10. Dezember auf, wie Postsprecher François Tissot-Daguette eine Meldung des Westschweizer Radios RSR vom Donnerstagabend bestätigte. Dafür verantwortlich ist seinen Angaben zufolge das Verteilzentrum in Lausanne.

Dieses weist eine Sortierkapazität von 1,2 Millionen Briefen im Tag auf, war aber über Tage mit der doppelten Menge konfrontiert. Obwohl die Mitarbeitenden seit dem 10. Dezember rund um die Uhr sortierten sowie Überstunden leisteten, wurden sie der Briefmassen nicht mehr Herr. Dazu seien noch die Festtage gekommen.

Tissot-Daguette erklärte, viele Firmen hätten kurz vor der Tariferhöhung vom 1. Januar ihre Massensendungen noch zu günstigerem Preis verschickten wollen. Statt innert der von der Post zugesicherten sechs Tage seien die Massensendungen erst verspätet bei den Adressaten eingetroffen.

Der Sprecher versicherte, die Lage werde sich in den nächsten Tagen normalisieren. Das Verteilzentrum Lausanne arbeite weiterhin rund um die Uhr. Im Gegensatz zu den Geschäftssendungen wurden die A- und B-Post-Briefe immer fristgerecht zugestellt.

(sda)

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