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«Wer wird Millionär?»Millionen für Millionenquiz-Erfinder

Der US-Medienkonzern Disney muss der britischen TV-Produktionsfirma Celador wegen der Ausstrahlung der Quizshow «Who Wants to Be a Millionaire?» umgerechnet 280 Millionen Franken nachzahlen.

«Who Wants to Be a Millionaire» hat weltweite Ableger - so auch in Indien, wo die Show eine Zentrale Rolle im Film «Slumdog Millionaire» spielt.

«Who Wants to Be a Millionaire» hat weltweite Ableger - so auch in Indien, wo die Show eine Zentrale Rolle im Film «Slumdog Millionaire» spielt.

«Who Wants to Be a Millionaire?» erwies sich für den US-TV-Sender ABC als wahrer Glücksfall, der Massgeblich zum aktuellen Erfolg des Senders beigetragen hat. Nun entschied am 7. Juli 2010 ein Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien, dass die Erfinder gerecht am Erfolg beteiligt werden müssten.

Celador hatte das Format für die berühmte Quizshow in Grossbritannien entwickelt und die Lizenzrechte für die USA 1999 an Disney verkauft.

Die Firma argumentierte, Disney, der zu dem Konzern gehörende Fernsehsender ABC und die Produktionsfirma Buena Vista Television hätten über ein «kompliziertes System interner Transaktionen» einen Teil der mit der Show erzielten Werbeeinnahmen verheimlicht.

Dagegen erklärte Disney, alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber Celador eingehalten zu haben. Disney erklärte nach dem Urteil, dieses sei «ungerecht» und der Konzern werde alles in seiner Macht stehende unternehmen, um es zu ändern.

(sda)

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