Aktualisiert 03.11.2014 16:12

Sauber braucht GeldMillionen gegen Cockpit – Sutil auf dem Abstellgleis

Sauber fährt 2015 wohl mit zwei «Paydrivern». Rund 40 Millionen Franken sollen Marcus Ericsson und Giedo van der Garde in die leeren Kassen des Rennstalls spülen.

von
als

Während des Rennwochenendes in Austin gab Sauber bekannt, dass Marcus Ericsson nächste Saison für den Hinwiler Rennstall an den Start geht. Für ihn wird wohl Esteban Gutierrez Platz machen müssen. Der 24-jährige Schwede kommt vom pleitegegangenen Caterham-Team und soll einen schönen Batzen mitbringen, wird er doch seit Jahren von einem reichen Privatmann unterstützt. Es ist von rund 20 Millionen Franken die Rede.

Sauber schielt offenbar auf einen weiteren Piloten mit einer grossen Mitgift. So muss wohl auch Adrian Sutil weichen. Der Deutsche hat zwar einen Vertrag für nächstes Jahr, mit den Millionen, die man sich aus der Verpflichtung von Testfahrer Giedo van der Garde erhofft, könnte man den 31-Jährigen jedoch ausbezahlen. Vom Holländer könnten weitere 20 Millionen Franken in die leeren Kassen des Hinwiler Traditionsstalls fliessen. Van der Garde wird von der Modekette McGregor unterstützt.

Die kleinen Teams am Existenzminimum

Nicht nur für Sauber geht es um das nackte Überleben. Solange F1-Boss Bernie Ecclestone die finanziellen Probleme nicht geregelt kriegt, wird sich das nicht ändern. Mit Caterham und Marussia traten zwei Rennställe wegen akuter finanzieller Probleme die Reise nach Texas nicht an und sind von der Zahlungsunfähigkeit bedroht. Das Teilnehmerfeld ist – zumindest vorübergehend – auf neun Teams geschrumpft. Die immensen Kosten ermöglichen den Kleinen nur ein Leben am Existenzminimum. Auch den beiden letzten Rennen in Brasilien und Abu Dhabi dürften Marussia und Caterham fernbleiben.

So duellieren sich die Teams am Ranglisten-Ende für 2015 um diejenigen Fahrer, die eine schöne Stange Geld mitbringen. Eine Entwicklung, die Team-Boss Monisha Kaltenborn nicht behagt: «Es ist leider so, dass wir auch Fahrer als Einnahmequellen sehen müssen.» Für Sutil nichts Neues, der 31-Jährige erlebt ein Déjà-vu. Er besass bereits für 2014 einen Vertrag bei Force India, ehe ihm Sergio Perez mit seinen mexikanischen Mobilfunk-Millionen vorgezogen wurde. Es deutet vieles darauf hin, dass dem Deutschen ein Jahr später das gleiche Schicksal droht.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.