FC Basel: Das sind die grössten Baustellen des Super-League-Clubs

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RückrundenstartMillionen-Verlust und Szalai-Klage – das sind die grössten FCB-Baustellen

In der Rückrunde wollte der FCB in der Super League eigentlich die grosse Aufholjagd starten. Doch die Basler haben auf und neben dem Platz mit mehreren Problemen zu kämpfen.

von
Lucas Werder
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Im Testspiel gegen Dortmund mussten die Basler mit einer 0:6-Packung vom Platz.

Im Testspiel gegen Dortmund mussten die Basler mit einer 0:6-Packung vom Platz.

Toto Marti/Blick/freshfocus
Die Vereinsführung um David Degen meldete diese Woche für das Jahr 2022 einen Verlust von 1,2 Millionen Franken.

Die Vereinsführung um David Degen meldete diese Woche für das Jahr 2022 einen Verlust von 1,2 Millionen Franken.

Toto Marti/Blick/freshfocus
Arnau Comas (rechts) 
droht das Startspiel gegen St. Gallen zu verpassen.

Arnau Comas (rechts) droht das Startspiel gegen St. Gallen zu verpassen.

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • Am Sonntag (16.30 Uhr) startet der FCB auswärts in St. Gallen in die zweite Saisonphase.

  • In der Winterpause hatten die Basler neben zwei Testspiel-Niederlagen auch mit Verletzungspech zu kämpfen.

  • Zudem hat der Club im vergangenen Jahr einen Verlust erwirtschaftet, für den zunächst die Vereinsmitglieder aufkommen hätten sollen.

  • Mit Stürmer Adam Szalai befindet sich der FCB weiterhin in einem Rechtsstreit.

Nur Tabellenplatz fünf, schon 14 Punkte Rückstand auf Leader YB – so hatte man sich die erste Saisonphase in Basel sicherlich nicht vorgestellt. Doch statt in der Winterpause die grosse Aufholjagd vorzubereiten, machen dem FCB gleich mehrere Probleme zu schaffen. Eine Übersicht der fünf grössten rotblauen Baustellen.

Millionen-Verlust

Der FC Basel werde das Geschäftsjahr 2022 mit einer schwarzen Null beenden, hatte David Degen Mitte Dezember verkündet. Einen Monat später fehlen in der Vereinskasse aber plötzlich 1,2 Millionen Franken, wie die «BZ Basel» berichtet. 900’000 Franken werden durch die FC Basel Holding AG, also die Aktionäre rund um David Degen gedeckt. Der Plan: Die restlichen 300’000 Franken sollen von den Vereinsmitgliedern übernommen werden. Bringen diese die Summe bis nach der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 7. Februar nicht zusammen, sinkt der Aktienanteil von 25 auf zehn Prozent zusammen.

Am Donnerstagabend rudert die Club-Führung dann zurück. Die Fans werden nicht zur Kasse gebeten, die Holding AG trage den kompletten Verlust. In den vergangenen Jahren wurden Verluste jeweils durch Rücklagen aus der Holding AG gedeckt. Diese wurden unter der Führung von Degen-Vorgänger Bernhard Burgener aber aufgebraucht. Dass der FCB im vergangenen Jahr trotz Spielerverkäufen in Höhe von rund 24 Millionen Franken und der Teilnahme an der Conference League ein Minus erwirtschaftet hat, überrascht trotzdem.

Szalai-Streit

Ende September schoss Adam Szalai (35) Ungarn in der Nations League zu einem sensationellen 1:0-Sieg über Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stürmer sein bislang letztes Spiel im FCB-Trikot bereits hinter sich. Wenig später wurde Szalai vom Mannschaftstraining ausgeschlossen.

Doch der Ungar liess das nicht einfach auf sich sitzen und klagte Anfang Januar vor dem Zivilgericht Basel-Stadt. Dieses hatte ihm bereits im November provisorisch recht gegeben. Wird Szalai also doch nochmals für den FCB spielen? «Nein, wird er nicht», machte FCB-Boss David Degen im Dezember deutlich.

Auf welchem Platz steht der FCB am Saisonende?

Verletztenliste wächst

Am Sonntag startet der FCB auswärts in St. Gallen (16.30 Uhr) in die zweite Saisonphase. Dabei wird Alex Frei aber wohl nicht aus dem Vollen schöpfen können. Stürmer Jean-Kévin Augustin und Verteidiger Arnau Comas reisten mit muskulären Verletzungen vorzeitig aus dem Trainingslager in Marbella ab. Einige Tage später erwischte es auch Dan Ndoye und Darian Males. Im Gegensatz zu Augustin und Comas dürften die beiden Offensivspieler rechtzeitig für das Spiel in St. Gallen fit werden.

Testspiel-Klatsche

Vier Testspiele hat der FCB in der Winterpause bestritten. Im alten Jahr schaute gegen Sandhausen und Lausanne jeweils nur ein 0:0 heraus. Im Trainingslager in Marbella testeten die Basler im Januar dann gegen die beiden Bundesliga-Clubs Freiburg und Dortmund (vier Mal 30 Minuten).

Während der FCB gegen Freiburg noch ganz gut mithalten konnte (2:3), setzte es gegen den BVB gleich eine 0:6-Klatsche ab. Immerhin: Alex Frei testete dabei mit dem 4-4-2 eine neue Formation. In der Rückrunde möchte der FCB-Coach vermehrt mit zwei Stürmern spielen lassen.

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