Aktualisiert 09.06.2011 12:15

Baukartell geknacktMillionenbusse für Aargauer Baufirmen

Mehrere Bauunternehmen sollen mit Preisabsprachen und Kundenzuteilungen gegen das Kartellgesetz verstossen haben. Die Weko beantragt hohe Bussen.

Die Weko will ein Baukartell knacken.

Die Weko will ein Baukartell knacken.

Mehrere Strassen- und Tiefbauunternehmen im Kanton Aargau sollen mit insgesamt 7 Millionen

Franken gebüsst werden. Das beantragt das Sekretariat der Wettbewerbskommission (WEKO). Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Unternehmen gegen das Kartellgesetz verstossen haben.

Die Untersuchung war im Juni 2009 eingeleitet worden. Dabei habe sich der Verdacht erhärtet, dass die Unternehmen bei öffentlichen und privaten Ausschreibungen unzulässige Preisabsprachen und Kundenzuteilungen getroffen hätten, teilte die WEKO am Donnerstag mit.

Das Sekretariat der WEKO beantragt, die einzelnen Unternehmen je nach Schwere der Kartellverstösse und auf Basis ihrer Unternehmensumsätze zu sanktionieren. Die höchste beantragte Strafe liegt bei rund 2,3 Millionen Franken, die niedrigste bei 5000 Franken.

Implenia zeigt sich kooperativ

Zu den verdächtigten Unternehmen zählt auch der Bauriese Implenia. Dieser gab am Donnerstag bekannt, dass er mit 745 000 Franken bestraft werden soll.

Implenia akzeptiere den Verfügungsentwurf der WEKO «im Grundsatz» und werde mit der Behörde kooperieren. Wie bereits im März kommuniziert, seien ausserdem interne Massnahmen getroffen worden.

Weitere Untersuchung in Zürich

Implenia werde nun zum Bussenantrag Stellung nehmen. Dies steht laut WEKO auch den übrigen betroffenen Baufirmen offen. Nach Eingang der Stellungnahmen und allfälligen Anhörungen werde die WEKO ihren Entscheid fällen.

In einer parallel dazu geführten Untersuchung, die den Strassen- und Tiefbau im Kanton Zürich betrifft, seien weitere Ermittlungen nötig. Die Untersuchung sei auf zusätzliche Unternehmen ausgedehnt worden, die an Absprachen beteiligt sein könnten.

(sda)

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