360'000 Franken pro Fall: Millionenschaden durch Wirtschafts-Betrüger
Aktualisiert

360'000 Franken pro FallMillionenschaden durch Wirtschafts-Betrüger

Jeder Fall von Diebstahl, Unterschlagung und Datenklau kostet Schweizer Firmen durchschnittlich Hunderttausende Franken. Betroffen ist fast jedes zweite Grossunternehmen.

Fast jedes zweite Grossunternehmen und 13 Prozent der KMU in der Schweiz sind in den letzten zwei Jahren mit Wirtschaftskriminalität konfrontiert gewesen. Pro Fall werde durchschnittlich ein Schaden von 360'000 Franken angerichtet, zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie.

Mit Abstand am häufigsten sind Diebstahl und Unterschlagung. 138 solche Delikte wurden in der Schweiz in den letzten zwei Jahren registriert, wie aus der Studie von KPMG hervorgeht. Besonders KMU seien davon betroffen, heisst es in einer Mitteilung zur Studie. Die untersuchten Schweizer KMU bezifferten den entstandenen Gesamtschaden über die letzten zwei Jahre auf rund CHF 4.7 Mio.

Grossunternehmen sehen sich eher mit Datendiebstahl und -missbrauch konfrontiert. Noch selten würden Korruption und Geldwäscherei verzeichnet. Dieses noch unterschätzte Phänomen betreffe vor allem international tätige Firmen.

Die zwei zentralen Motive für Wirtschaftsdelikte sind laut Studie finanzieller Druck und die Aussicht auf Boni. Es herrsche ein mangelndes Unrechtsbewusstsein und Kontrollen fehlten. Zudem würden drei von vier Fällen gar nie strafrechtlich verfolgt. Die allermeisten kämen damit nicht an die Öffentlichkeit. (sda)

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