Milosevic soll in Russland behandelt werden
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Milosevic soll in Russland behandelt werden

Russland würde für den jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic bürgen, falls dieser aus seiner derzeitigen Haft in Den Haag zur medizinischen Behandlung nach Moskau entlassen würde.

Sollte das UNO-Tribunal, vor dem Milosevic wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist, eine befristete Entlassung billigen, würde Moskau für Milosevics Rückkehr garantieren. Das bestätigte ein Vertreter der russischen Botschaft in Den Haag am Donnerstag.

Mit dieser Garantie wollen die Pflichtverteidiger Milosevics vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal ihren Antrag auf eine bedingte Freilassung untermauern. Milosevic leidet seit langem unter Herz- und Kreislaufproblemen.

Nach Ansicht seiner russischen Vertrauensärzte wird er in Den Haag nicht korrekt behandelt. Die Vertreter der Anklage beim Tribunal haben sich gegen seine Entlassung nach Moskau ausgesprochen, weil zu befürchten sei, dass der 64-Jährige dann nicht mehr nach Den Haag zurückkehren werde. (sda)

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