Dreitägige Staatstrauer: Mindestens 137 Tote bei Angriff auf Zivilbevölkerung im Niger
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Dreitägige StaatstrauerMindestens 137 Tote bei Angriff auf Zivilbevölkerung im Niger

Im Westen des afrikanischen Staates Niger sind am Sonntag bei Überfällen fast 140 Menschen getötet worden. Bei den Angreifern handelt es sich um mutmassliche Dschihadisten.

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Im Westen von Niger sind bei einer Attacke von Terroristen mindestens 137 Menschen getötet worden. Im Bild: Kinder spielen Fussball in der Grenzregion zu Mali.

Im Westen von Niger sind bei einer Attacke von Terroristen mindestens 137 Menschen getötet worden. Im Bild: Kinder spielen Fussball in der Grenzregion zu Mali.

AFP
Hinter dem Angriff auf die Zivilbevölkerung stecken mutmasslich Dschihadisten.

Hinter dem Angriff auf die Zivilbevölkerung stecken mutmasslich Dschihadisten.

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Nigers neugewählter Präsident Mohamed Bazoum verurteilte den Angriff und rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Nigers neugewählter Präsident Mohamed Bazoum verurteilte den Angriff und rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

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Darum gehts

  • In Nigers Grenzregion zu Mali starben bei einem terroristischen Angriff mindestens 137 Menschen.

  • Die mutmasslichen Dschihadisten fuhren auf Motorrädern vor und «schossen auf alles, was sich bewegt», sagen Zeugen.

  • Der neu gewählte Präsident Mohamed Bazoum rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Bei einer Serie von Überfällen auf Dörfer im Westen Nigers sind fast 140 Menschen getötet worden. Bei den Angriffen in der Region Tahoua an der Grenze zu Mali starben am Sonntag nach Angaben eines nigrischen Regierungssprechers vom Montag 137 Menschen. Die Regierung werde die Sicherheit in der Region stärken und «die Täter dieser feigen und kriminellen Taten» zur Verantwortung ziehen. Binnen einer Woche starben bei Angriffen in der Region mehr als 200 Menschen.

Ab Dienstag gelte eine dreitägige Staatstrauer, kündigte der Sprecher im Fernsehen weiter an. Die Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor von einem örtlichen Abgeordneten erfahren, dass mutmassliche Dschihadisten am Sonntag mit Motorrädern vorgefahren seien und «auf alles geschossen hätten, was sich bewegt».

Präsident verurteilt Attacke

Erst am 15. März waren bei einem derartigen Überfall 66 Menschen getötet worden, am 2. Januar sogar rund einhundert. Die Angriffe erfolgten im Dreiländereck, das von Niger, Mali und Burkina Faso gebildet wird. Dieses Gebiet wird häufig von Dschihadisten heimgesucht.

Die Attacken sind die grösste Herausforderung für den neuen Staatschef Nigers, Mohammed Bazoum, dessen Wahl am Sonntag vom Verfassungsgericht bestätigt wurde. Bazoum verurteilte im Kurzbotschaftendienst Twitter die «barbarischen» Angriffe auf «friedliebende» Zivilisten.

Im Dreiländereck wurden 1200 Soldaten aus dem Tschad stationiert. Die Länder, die in der G-5-Sahel-Gruppe zusammengeschlossen sind – Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad – arbeiten seit 2017 im Kampf gegen dschihadistische Gruppierungen zusammen. An diesem Kampf sind auch 5100 Soldaten der französischen Militäraktion Barkhane beteiligt, die in die Sahel-Region entsandt wurden.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(AFP, her)

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