Aktualisiert 14.05.2006 08:06

Mindestens 32 Tote durch Tropensturm «Chanchu» auf den Philippinen

Der Tropensturm «Chanchu» hat auf den Philippinen mindestens 32 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer kamen beim Untergang einer Fähre ums Leben, deren Kapitän eine Warnung vor dem Sturm ignoriert hatte.

Mindestens 26 Menschen ertranken dabei am Freitag vor der Insel Masbate, 360 Kilometer südöstlich von Manila, wie die Küstenwacht mitteilte. 18 weitere Passagiere der «Mae An» konnten gerettet werden.

Die Fähre war auf dem Weg zur Südostspitze der philippinischen Hauptinsel Luzon. In dem Sturm lief am Samstag eine weitere Fähre mit mehr als 700 Menschen an Bord auf Grund. Die «Filipina Princess» verunglückte bei dem Versuch, vor der Insel Tablas Schutz zu suchen.

Fünf Menschen wurden von umstürzenden Bäumen oder umherfliegenden Gegenständen erschlagen. Ein Fischer ertrank, als sein Boot vor der Küste der Provinz Iloilo kenterte. «Chanchu» zerstörte nach Angaben der Behörden 600 Häuser und beschädigte 3.500 weitere, fast 8.000 Menschen wurden obdachlos. Ein für Montag geplantes Treffen der Handelsminister des Verbands Südostasiatischer Staaten (ASEAN) wurde wegen des Sturms von der Insel Boracay in die Hauptstadt Manila verlegt.

Am Sonntag legte «Chanchu» weiter an Stärke zu, entfernte sich jedoch über das Südchinesische Meer von den Philippinen. Sein Zentrum wütete mit Windgeschwindigkeiten bis 150 Kilometer pro Stunde etwa 360 Kilometer südwestlich von Manila. (dapd)

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