Aktualisiert 08.12.2019 07:12

Neu Delhi, IndienMindestens 43 Tote bei Brandkatastrophe

Bei einem Grossbrand in einer Fabrik in der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen.

von
dmo
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In Neu Delhi kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer Brandkatastrophe.

In Neu Delhi kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer Brandkatastrophe.

Reuters/Adnan Abidi
Das Feuer brach in einer Fabrik aus ...

Das Feuer brach in einer Fabrik aus ...

Reuters/Adnan Abidi
... und überraschte viele Arbeiter im Schlaf.

... und überraschte viele Arbeiter im Schlaf.

Reuters/Adnan Abidi

Bei den meisten Todesopfern in Neu Delhi handelt es sich um Fabrikarbeiter, wie ein Regierungssprecher am Sonntag sagte. Zudem wurden mehr als ein Dutzend Verletzte in Spitäler gebracht, die meisten von ihnen mit Rauchgasvergiftungen, wie ein Feuerwehrsprecher der am Sonntagmorgen sagte.

Die Online-Ausgaben von «Times of India» und «Hindustan Times» melden am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Polizei und Rettungskräfte, dass es sich bei den meisten Opfern um Arbeiter handle, die in der Fabrik geschlafen hätten. Im Morgengrauen seien sie von den Flammen überrascht wurden. Die Brandursache sei aber noch völlig unklar, hiess es.

Hilfe von Regierung

Laut der Nachrichtenagentur ANI waren rund 30 Löschfahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz. Nach Angaben der Rettungskräfte konnten die Flammen gelöscht werden, die Bergungsarbeiten liefen aber weiter, da in dem verrussten Gebäude noch weitere Opfer vermutet wurden.

Einem Polizeisprecher zufolge wurden in der Fabrik vor allem Taschen, Flaschen und Spielzeuge hergestellt.

Premierminister Narendra Modi reagierte entsetzt auf die Brandkatastrophe und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Das verheerende Feuer sei «extrem entsetzlich», schrieb Modi auf Twitter. Die Behörden seien bemüht darum, alle erdenklichen Hilfsleistungen anzubieten.

Unfälle und Brände in indischen Fabriken gibt es immer wieder, da Sicherheitsstandards häufig missachtet werden. Mangelhafte Brandschutzvorrichtungen, fehlende Notausgänge und veraltete Elektrik sind keine Seltenheit, die Opferzahlen dadurch oft hoch. Erst im September kamen bei mehreren Explosionen in einer Chemiefabrik im Westen des Landes mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben, die Zahl der Verletzten lag um ein Vielfaches höher. (dmo/sda)

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