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Mindestens 51 Tote bei Kaufhaus-Brand in China

Bei einem Kaufhaus-Brand im Nordosten Chinas sind mindestens 51 Menschen getötet worden. Mehr als 70 wurden verletzt, 13 davon schwer.

«Die meisten verbrannten in den Flammen», sagte ein Sprecher der Stadtregierung. Das Feuer brach am Sonntagmorgen gegen 11.20 Uhr in einem fünfgeschossigen Gebäude in der Grossstadt Jilin aus. Es sei zu befürchten, dass noch mehr Opfer ihren Verletzungen erliegen, sagte Feuerwehrsprecher Fang Wangyan.

Der Brand sei nach drei Stunden gelöscht werden. Fang sagte, die meisten Opfer seien im vierten und fünften Stock gefunden worden. Aus den unteren Etagen hätten viele Menschen fliehen können. Der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge befand sich das Kaufhaus im ersten und zweiten Stock des Gebäudes.

Im dritten Obergeschoss waren demnach ein Badehaus und eine Billiardhalle untergebracht, im vierten und fünften Stock ein Tanzlokal. Wie eine Krankenschwester mitteilte, verletzten sich viele Menschen beim Sprung aus dem Fenster. Andere litten unter starken Verbrennungen und Atembeschwerden.

Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Ein Reporter berichtete, das Feuer habe in einem vorübergehenden Lagerhaus neben einem Heizwerk hinter dem Gebäude begonnen. Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, dass die Ursache des Feuers im Kesselraum zu finden sei. Heizungsmitarbeiter wurden verhört.

Der Vizegouverneur der Provinz Jilin, Niu Haijun, begab sich laut Xinhua zum Unglückort, um die Rettungsmassnahmen sowie die Untersuchungen der Brandursache zu überwachen. 260 Feuerwehrleute und 60 Löschwagen waren im Einsatz.

Krankenwagen aus der gesamten Stadt eilten zum Unglücksort, um die Verletzten zu versorgen und sie in verschiedene Spitäler zu bringen. Die Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Jilin liegt rund 900 Kilometer nordöstlich der chinesischen Hauptstadt Peking. (sda)

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