Philippinen: Mindestens 59 Tote bei schwerem Tropensturm
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PhilippinenMindestens 59 Tote bei schwerem Tropensturm

Der Tropensturm «Jangmi» hat auf den Philippinen mindestens 59 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 80'000 Einwohner mussten aus ihren Häusern fliehen.

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Helfer retten ein Kind aus einem überschwemmten Haus auf der südphilippinischen Insel Mindanao

Helfer retten ein Kind aus einem überschwemmten Haus auf der südphilippinischen Insel Mindanao

AFP/Erwin Mascarinas
Auf provisorischen Flossen oder zu Fuss versuchen Menschen, ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.

Auf provisorischen Flossen oder zu Fuss versuchen Menschen, ihr Hab und Gut in Sicherheit zu bringen.

AFP/Erwin Mascarinas
Ein Mann macht sich daran, den Schlamm vor seinem überschwemmten Geschäft zu entfernen.

Ein Mann macht sich daran, den Schlamm vor seinem überschwemmten Geschäft zu entfernen.

Keystone/AP/Fruhlein Econar

Beim schweren Unwetter «Jangmi» auf den Philippinen sind nach offiziellen Angaben mindestens 59 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80'000 Einwohner mussten in den letzten zwei Tagen wegen der Fluten und Erdrutsche aus ihren Häusern fliehen. Das gab der Katastrophenschutz am Mittwoch bekannt.

Die Regierung wies Kritik zurück, sie sei schlecht auf den Tropensturm vorbereitet gewesen. «Alle Katastrophenschutzmassnahmen die notwendig waren, wurden getroffen», sagte der Chef der philippinischen Katastrophenschutzbehörde, Alexander Pama. Präsident Benigno Aquino ordnete verstärkte Hilfsmassnahmen an.

Mehr Opfer als bei Hagupit

Die Zahl der Todesopfer ist weitaus höher als bei dem stärkeren Taifun «Hagupit», der vor wenigen Wochen über den südostasiatischen Inselstaat hinwegfegte. Damals starben 18 Menschen, etwa eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Betroffen waren nun mehrere Provinzen im Süden, Osten sowie in der Mitte des Landes. Allein in dem Dorf Mercedes in der Provinz Samar, 525 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila starben 19 Menschen bei einem Erdrutsch.

In Rondo in der Provinz Cebu ertranken zwölf Menschen, in der Provinz Leyte wurden 16 Menschen durch Erdrutsche, Überschwemmungen oder Stromschläge getötet. Der Sturm, der auf den Philippinen «Seniang» heisst, hat sich inzwischen abgeschwächt und soll die Inselgruppe laut Meteorologen bis Freitag verlassen.

Leichte Entspannung in Malaysia

Bei den schwersten Überschwemmungen in Malaysias Nordosten seit Jahrzehnten stieg die Zahl der Toten unterdessen auf mindestens 21. Acht Menschen würden noch vermisst, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Fast eine Viertelmillion Menschen musste ihre Häuser verlassen. Zudem gab es erste Berichte über den Ausbruch von Krankheiten wie Grippe und Durchfall.

Zwar gingen die Wassermassen in Malaysia vielerorts bereits zurück, und für die kommenden Tage sagte der Wetterdienst gutes Wetter voraus. Meteorologen warnten jedoch, dass die Monsunphase noch bis März dauere. Schon Ende der Woche könne es neue Regenfälle geben. (sda)

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