Stresa - Zahl der Toten bei Seilbahn-Unglück in Italien steigt auf 13
Aktualisiert

StresaZahl der Toten bei Seilbahn-Unglück in Italien steigt auf 13

Die Gondel einer Seilbahn im Piemont stürzte hunderte Meter in die Tiefe. Es gibt 13 Tote. Erst seit kurzem sind die Bahnen in der beliebten Urlaubsgegend wieder in Betrieb.

Darum gehts

  • Im Piemont ist eine Seilbahnkabine herabgestürzt.

  • 13 Menschen starben.

  • Die Ursache wird noch untersucht.

13 Menschen sind nach Angaben von Rettungskräften bei einem Seilbahnunglück in Norditalien ums Leben gekommen. Demnach war eine der Gondeln der Bahn westlich des Lago Maggiore am Sonntag in die Tiefe gestürzt. Zwei Kinder in kritischem Zustand wurden der Bergrettung zufolge in eine Turiner Klinik geflogen. Wie es zu dem Absturz kam, war zunächst unklar. Die bei Touristen beliebte Seilbahn verbindet in 20 Minuten den am Lago Maggiore gelegenen Urlaubsort Stresa mit dem fast 1500 Meter hohen Berg, der einen spektakulären Blick auf die Alpen bietet. Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge wurde der Absturz der Kabine vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht.

Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem schwer zugänglichen Waldstück. Medienberichten zufolge stürzte die Gondel unweit der Station ab.

Renovation von 2014 bis 2016

Laut der Nachrichtenagentur Ansa war die Seilbahn von 2014 bis 2016 überholt worden. Sie habe kürzlich wieder den Betrieb aufgenommen, nachdem Skilifts wegen Corona-Lockdowns zeitweise keine Gäste hätten befördern dürfen.

Auf dem Berg befindet sich ein kleiner Freizeitpark namens Alpyland mit einer Achterbahn für Kinder. In vielen italienischen Skigebieten befinden sich Mountainbike- und Wanderwege, die im Frühling und Sommer beliebt sind.

Grosse Anteilnahme

Liguriens Regionalpräsident Giovanni Toti drückte den Menschen im Piemont sein Beileid aus. Der Parteichef der rechten Partei Lega, Matteo Salvini, schrieb, es gebe keine Worte dafür.

«Mit grosser Trauer habe ich von dem tragischen Unfall der Stresa-Mottarone-Seilbahn erfahren», teilte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi mit. Er drücke den Familien der Opfer sein Beileid aus. Auch Aussenminister Luigi Di Maio und andere aus dem Kabinett Draghi zeigten sich via Twitter bestürzt über das Unglück.

Der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, machte sich Medienberichten zufolge umgehend auf den Weg in das Gebiet. Im Sender Rainews 24 forderte er die Aufklärung des Unglücks. Italien sei ein Land der Sicherheit. Infrastrukturminister Enrico Giovannini wollte am Montag in die Gegend reisen.

Aus Brüssel twitterte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni, die Tragödie versetze einen in Trauer – an einem Sonntag, der eigentlich für die Hoffnung stehen sollte. EU-Ratspräsident Charles Michel und er EU-Parlamentspräsident David Sassoli drückten ebenfalls ihre Anteilnahme aus.

Die Gegend um den Lago Maggiore ist bei Urlaubern beliebt. Erst seit Samstag dürfen in Italien die Seilbahnen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi im Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen kürzlich beschlossen.

Keine Infos über Schweizer Opfer

Das EDA hat Kenntnis vom Seilbahn-Absturz in Stresa, Italien, wie es auf Anfrage heisst. Das Schweizer Generalkonsulat in Mailand stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort. «Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über Schweizer Opfer vor», heisst es weiter. Abklärungen dazu seien im Gang.

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(dpa/lea, afp/lea)

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