BAFU: Mindestens neun Gesuche für neue Pärke eingereicht
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BAFUMindestens neun Gesuche für neue Pärke eingereicht

Die Schaffung von Pärken von nationaler Bedeutung scheint bei den Regionen auch im zweiten Jahr seit der Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes sehr beliebt.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) rechnet mit mindestens acht Gesuchen um Finanzhilfe für Naturpärke und einem Gesuch für einen Nationalpark im Tessin.

Am Freitag lief die Frist für Gesuche für die Evaluation der Parkprojekte 2009 ab. Mehrere Kantone fanden sich deshalb beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) ein, um ihre Gesuche zu deponieren. So wollen die Kantone Neuenburg, Jura und Bern Finanzhilfe für den Naturpark Doubs, das Wallis will mit dem Val d'Herens und Pfyn-Finges zwei neue Naturpärke, der Kanton Aargau ersucht um Finanzhilfe für den Jurapark, die Kantone Freiburg und Waadt für den Naturpark Gruyere Pays-d'Enhaut und für den Parc jurassien vaudois.

Bereits eingereicht wurde auch das einzige Projekt für einen Nationalpark, den «Parco nazionale del Locarnese e Vallemaggia» im Tessin, wie Bruno Walder, Chef der Sektion Landschaften von nationaler Bedeutung im BAFU, auf Anfrage sagte. Er wies darauf hin, dass der Poststempel gelte und noch weitere Projekte eintreffen könnten. So habe Graubünden ebenfalls zwei Parkprojekte angekündigt.

Der Regionale Naturpark Thal im Kanton Solothurn, der bereits im vergangenen Jahr grünes Licht erhalten hat, ersuchte beim BAFU zudem um das Label für den Betrieb, wie Walder anfügte. Das BAFU will am kommenden Dienstag eine Zusammenstellung der neu eingegangenen Gesuche publizieren.

Nach der Inkraftsetzung des revidierten Natur- und Heimatschutzgesetzes im Dezember 2007 gingen beim BAFU im Januar 2008 neun Gesuche für neue Pärke ein, sämtliche wurden im vergangenen September positiv beurteilt. Sie sollen in den Jahren 2008 bis 2011 vom Bund insgesamt 7,4 Millionen Franken erhalten. (dapd)

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