Costa Rica: Mindestens neun Tote bei Erdbeben
Aktualisiert

Costa RicaMindestens neun Tote bei Erdbeben

Ein heftiges Erdbeben in Costa Rica hat mindestens neun Menschen in den Tod gerissen. Hunderte wurden verletzt, Dutzende werden noch vermisst.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,1 lag rund 35 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt San José, nahe dem Nationalpark am Vulkan Poas, in nur sechs Kilometern Tiefe. Deswegen sei es besonders stark zu spüren gewesen, erklärte das Seismologische Observatorium des mittelamerikanischen Landes.

Unter den Toten waren zwei Schwestern im Alter von sieben und elf Jahren. Sie kamen bei einem Erdrutsch in der Nähe der Stadt Alajuela ums Leben. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde getötet, als ihr Elternhaus von Erdmassen zerstört wurde. Eine Frau erlitt in der Hauptstadt San José einen Herzinfarkt.

Präsident Oscar Arias erklärte: «Heute ist ein Tag der Trauer für Costa Rica.» Noch am Freitag wollte er für die Städte Alajuela, Heredia, San José und Cartago den Notstand ausrufen. In dem Gebiet leben rund zwei Millionen Menschen.

Nach Behördenangaben waren nach dem Beben am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) mehrere Ortschaften von der Aussenwelt abgeschnitten, weil Schutt und Geröll die Strassen blockierten. Schäden wurden aus 42 Gemeinden gemeldet. In einem Berghotel sassen rund 200 Touristen fest.

Die Erdstösse waren in weiten Teilen des Landes zu spüren, wie der Fernsehsender Teletica meldete. Tausende Menschen rannten in Panik ins Freie. Das Mobilfunknetz war vorübergehend unterbrochen. (sda)

Präsident überlebt Explosion unversehrt

Costa Ricas Präsident Oscar Arias hat eine Explosion in der Hauptstadt San José unversehrt überstanden. Die Detonation ereignete sich infolge des Erdbebens während einer Krisensitzung von Arias mit Kabinettsmitgliedern.

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