Mini-Streik in Zürich
Aktualisiert

Mini-Streik in Zürich

Im Arbeitskampf um die Einführung der Frühpensionierung für Maler und Gipser ist es am Mittwochmorgen zu einem ersten kleineren Streik gekommen.

Rund 60 Arbeitnehmer legten auf der Grossbaustelle «Sunrise Tower» in Zürich-Oerlikon für einen halben Tag ihre Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) mitteilte. Die Maler und Gipser der Deutschschweiz stehen mit ihrem Branchenverband im Konflikt um die Einführung des Pensionsalters ab 62 Jahren. Die GBI ging auf Konfliktkurs, indem sie, wie berichtet, an einer Delegiertenversammlung beschloss, per 31. März den Gesamtarbeitsvertrag und die Friedenspflicht zu kündigen. Die Arbeitgeber brachen daraufhin alle Verhandlungen ab. Jetzt wollen die GBI und die Maler und Gipser ihre Forderungen mit Kampfmassnahmen und Streiks durchsetzen. Dem Schweizerischen Maler- und Gipserverband (SMGV) wird Wortbruch vorgeworfen. Laut GBI war die Einführung des Rentenalters 62 per 1. Januar 2004 gemäss dem bereits in der Westschweiz festgelegten Modell vereinbart. Auch hätten die Arbeitgeber die Vorfinanzierung nicht geleistet. Der SMGV wirft dem GBI vor, seine Forderungen zu Lasten der Arbeitnehmer geändert zu haben. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Branche seien diese nicht erfüllbar. (dapd)

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