Mini-Tsunami an Japans Küste
Aktualisiert

Mini-Tsunami an Japans Küste

Ein kräftiges Seebeben im Pazifik hat eine Tsunami-Flutwelle in Gang gesetzt und an die japanische Ostküste gespült. Tausende flüchteten.

Schäden richtete die Welle nach Erkenntnissen der Behörden vom Montagabend allerdings nicht an: Sie war nur etwa 50 Zentimeter hoch.

Die Behörden hatten nach dem Seebeben, das die Stärke von 6,9 auf der Richter-Skala erreichte, für die Ostküste eine Tsunami- Warnung erlassen. Mehrere tausend Menschen in den betroffenen Gebieten verliessen ihr Häuser. Nach zwei Stunden wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 350 Kilometer vor der Küste der japanischen Hauptinsel Honshu, wie die Behörden mitteilten. Etwa eine Stunde nach den Erdstössen schwappte die Tsunami-Welle an Land. Einige der stärksten Wellen wurden in Ofunato im Norden von Honshu registriert.

«Wir haben keine Erkenntnisse über Schäden», sagte der örtliche Katastrophenschutzbeamte Haruki Ito. Möglicherweise gebe es aber Sachschäden an den Muschelplantagen, die derzeit vor der Ente stünden. In der nahe gelegenen Ortschaft Tanohata riefen die Behörden 900 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie konnten inzwischen zurückkehren.

Japan hat eines der am weitesten entwickelten Tsunami- Frühwarnsysteme weltweit. Es registriert selbst Flutwellen von wenigen Zentimetern Höhe. In vielen Städten gibt es flutfeste Hochbunker für den Fall des Herannahens eines Tsunami.

(sda)

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