Aktualisiert 11.07.2014 09:22

Messi und Co.

Minimalisten mit verblasstem Star

Argentinien steht im WM-Final gegen Deutschland. Alejandro Sabellas Team hatte sich mit Mini-Siegen durchs Turnier gekämpft.

von
heg

Argentinien hat am Sonntag die Chance, zum dritten Mal Weltmeister zu werden. Bisher ging das Konzept von Trainer Alejandro Sabella an der WM in Brasilien auf: ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen und in der Abwehr mit einem Bollwerk den Sieg nach Hause zu bringen.

Die Gauchos starteten mit einem 2:1-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina ins Turnier. Lionel Messi steuerte einen Treffer bei, wie das vom Superstar erwartet wurde. Er war es denn auch, der die Albiceleste im zweiten Gruppenspiel gegen den Iran vor einer Blamage bewahrte. Messi traf in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg.

Argentinien brillierte auch zum Abschluss der Vorrunde nicht. Gegen Nigeria gab es einen mühsam erkämpften 3:2-Erfolg. Messi traf erneut. Diesmal schoss er sogar zwei Tore und kickte die Gauchos beinahe im Alleingang in die Achtelfinals. Der Rest der Truppe blieb eher blass.

Messi mit Ladehemmungen

Die Albiceleste schummelte sich mit ihren Minimal-Erfolgen auch durch die K.-o.-Phase. Im Achtelfinal bekam dies die Schweiz zu spüren. Sie zwang die Gauchos in die Verlängerung und beinahe ins Penaltyschiessen. In der 118. Minute schloss Angel Di María jedoch einen Angriff, der über Messi lief, ab und Argentinien stand im Viertelfinal. Dort schaltete die Sabella-Truppe Belgien mit einem 1:0-Sieg aus.

Im Halbfinal gegen Holland brachten die Argentinier während 120 Minuten gar kein Tor zustande. Erst das Penaltyschiessen rettete sie. Unter anderen traf Messi. Während der Partie war er jedoch abgemeldet und es war sein erstes Tor seit der Vorrunde. Im Achtel- und Viertelfinal blieb der Superstar ohne Treffer.

Ein weiterer Mini-Sieg würde Argentinien zum Titelgewinn reichen. Dass die Gauchos mit diesem Rezept gegen das spielfreudige Deutschland bestehen, ist aber zu bezweifeln.

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