Kleines Dreirad als Autoersatz: Der Hopper könnte einen Beitrag zur Verkehrswende leisten
Hopper Mobility
18.09.2020 15:00

Minimobil Hopper – auf einem Dreirad durch die City

Mit dem Verzicht auf das Auto sollen die Städte lebenswerter werden. Eine Möglichkeit zeigt das Konzept Hopper.

von
Dieter Liechti
18.9.2020

Micro-Fahrzeuge, die den Autoverzicht erleichtern, können in Zukunft der Verkehrswende zum Erfolg verhelfen. Eine solche Alternative zum Pw hat das dautsche Start-up Hopper Mobility entwickelt. Ihr elektrisch angetriebenes Minimobil namens Hopper bietet Schutz vor Wetter, Platz für Fahrgäste sowie Gepäck und verursacht nur äusserst niedrige Betriebskosten sowie CO2-Emissionen.

Laut Hopper Mobility könnte der Kilometer weniger als einem Zehntel im Vergleich zu einem Pw kosten. Darüber hinaus ist das Dreirad emissionsfrei und auch ziemlich klimaneutral unterwegs, denn den Strom für die Traktionsbatterie generieren, Sonne vorausgesetzt, im Dach integrierte Solarmodule. Über 70 Prozent der Energie für den Betrieb liesse sich laut Hopper autark bestreiten. Reicht der Sonnenstrom einmal nicht, kann der Akku an einer normalen Steckdose Strom nachtanken.

Zwar handelt es sich beim Hopper um ein überdachtes Dreirad, doch setzen die Macher beim Fahrwerk nicht auf eine Neigetechnik. Das Fahrzeug fährt also aufrecht ums Heck, wobei mit dem Hinterrad gelenkt wird, was eine besonders hohe Wendigkeit erlauben soll.

Neben einem bequemen Fahrersitz versprechen die Macher ein variabel nutzbares Fondabteil, welches Platz für 70 bis 220 Liter Gepäck oder alternativ für einen erwachsenen Fahrgast oder zwei Kinder bietet.

Der nicht näher beschriebene 48-Volt-Antrieb ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Vermutlich handelt es sich um einen Pedelec-Antrieb, denn dem Hopper soll es möglich sein, Velowege zu nutzen. Angaben zu einem möglichen Marktstart und zu Preisen gibt es noch keine.

Gelenkt wird der Hopper mit dem Hinterrad. Eine Lösung, die eine hohe Wendigkeit verspricht
Gelenkt wird hinten

Gelenkt wird der Hopper mit dem Hinterrad. Eine Lösung, die eine hohe Wendigkeit verspricht

Hopper Mobility
Die Solarzellen auf dem Dach des Hopper könnten bis zu 70 Prozent des Strombedarfs für den Betrieb des elektrischen Hopper decken
Mit Solar-Power

Die Solarzellen auf dem Dach des Hopper könnten bis zu 70 Prozent des Strombedarfs für den Betrieb des elektrischen Hopper decken

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3 Kommentare
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EJB

19.09.2020, 08:03

Eine Hinterradlenkung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Das Fahrzeug dürfte eher etwas für Staplerfahrer und ähnliche Berufsleute sein, die sich den Umgang damit gewohnt sind. Wenn das Fahrzeug nicht mit einem zusätzlichen Pedalantrieb ausgerüstet ist und zu breit ist, wird das Benutzen von Velowegen nicht möglich sein. Ich fahre seit Jahren ein velowegtaugliches Liegetrike mit Elektrounterstützung, das mit der tiefen Sitzposition unglaublich viel Fahrspass bereitet und zweifle deshalb ob das hier vorgestellt, komische Ding Fahrspass bieten kann. Mit meinem E-Liegetrike habe ich bisher rund 14‘500 km zurückgelegt und etwa einen Zehntel des Stroms eines Elektrokleinwagens bzw. etwa einen Dreissigstel des Energieverbrauchs eine Kleinwagens mit Verbrennungsmotor verfahren und dabei noch viel unbezahlbar viel für meine Gesundheit getan.

Ja jaa

18.09.2020, 18:42

In CH gibts wohl keine Zulassung, ... Radwegbenutzung auch nicht erlaubt... Wer so Beiträge bringt sollte sich erst mal über die Gesetzeslage informieren. Astra hilft gerne.

SusPa

18.09.2020, 17:52

Das Hopper-Mobil sieht witzig aus. Zuerst Rutschauto für Kleinkind, dann 3 Rad für Kleinkinder, danach bald zum Hopper- Mobil. Doch erstens wäre es mir im Verkehr unwohl. Muss man als Autofahrer schon aufpassen, damit man keinen Unfall baut weil der Andere einen Fehler macht. Dann haben Sie auch zuwenig Augen um so ein Mini-Hopper mit 25 km/h halt doch kurze Strecken im Normalverkehr fahren muss bis man auf einen Veloweg kommt und so klein wie es ist kann Man‘s doch nicht tragen kann. Macht weiter an Euren Erfindungen die sind witzig und werden sicher auch teils gekauft. Die Velo/Solarautos die 80 km/h fahren können sind auch super, ca.25000 CHF die haben JETZT die Nase vorn in Sachen Umweltschutz und Mobilität . Bleibt Alle gesund