Energie: Minister einigen sich auf Neuordnung der Gas- und Strommärkte
Aktualisiert

EnergieMinister einigen sich auf Neuordnung der Gas- und Strommärkte

Die 27 EU-Staaten haben sich auf letzte Einzelheiten zur Neuordnung der Gas- und Strommärkte in der Europäischen Union geeinigt.

Der französische Ratspräsident Jean-Louis Borloo gab sich nach den Beratungen in Luxemburg zuversichtlich, dass Anfang kommenden Jahres auch mit dem EU-Parlament eine Lösung gefunden werden könne. Die Marktöffnung soll mehr Wettbewerb unter den Energieversorgern schaffen.

Kernstück des Pakets ist die stärkere, allerdings nicht absolute Trennung zwischen Energieproduktion und Netzbetrieb. Zudem soll eine neue Energie-Agentur nationale Abschottungsversuche künftig unterbinden.

Bis zuletzt rangen die 27 EU-Energieminister um eine Klausel für stärkeren Übernahme-Schutz von Unternehmen in EU-Staaten, in denen Produktion und Übertragungsnetze bereits völlig getrennt sind. Dies hatte eine Gruppe von Ländern um die Niederlande gefordert.

Dem Kompromiss zufolge darf nun ein Energieversorger zwar in den Niederlanden keinen Netzbetreiber kaufen, aber einen anderen Kraftwerksbetreiber. Der jeweilige nationale Regulator kann das verhindern, muss das aber von der EU-Kommission genehmigen lassen.

(sda)

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