B.1.1.529 – WTO verschiebt Ministerkonferenz in Genf wegen neuer Corona-Variante
Aktualisiert

B.1.1.529WTO verschiebt Ministerkonferenz in Genf wegen neuer Corona-Variante

In Genf hätte vom 30. November bis zum 3. Dezember die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation tagen sollen. Aus Sorge über die Verbreitung der neuen Corona-Mutation Omikron wird die Konferenz nun verschoben.

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Die WTO-Ministerkonferenz hätte vom vom 30. November bis zum 3. Dezember in Genf stattfinden sollen. 

Die WTO-Ministerkonferenz hätte vom vom 30. November bis zum 3. Dezember in Genf stattfinden sollen.

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Wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 wurde die Konferenz auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 wurde die Konferenz auf unbestimmte Zeit verschoben.

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Die Reisebeschränkungen hätten es vielen Ministern unmöglich gemacht, nach Genf zu kommen, sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala.

Die Reisebeschränkungen hätten es vielen Ministern unmöglich gemacht, nach Genf zu kommen, sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala.

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Darum gehts

  • Die neue Corona-Variante B.1.1.529 sorgt weltweit für Beunruhigung.

  • In Genf wurde die WTO-Ministerkonferenz kurzfristig verschoben.

  • Immer mehr Länder erlassen Einreiseverbote für Länder aus dem südlichen Afrika.

Die Welthandelsorganisation (WTO) sagte eine viertägige Ministerkonferenz in Genf ab. Diese hätte vom 30. November bis zum 3. Dezember stattfinden sollen. US-Präsident Joe Biden nahm die Nachricht von der neuen Corona-Variante B.1.1.529 zum Anlass, zu einer Verteilung von Corona-Impfstoffen an arme Länder aufzurufen. «Die Informationen über diese neue Variante dürften klarer als jemals vor Augen führen, dass diese Pandemie nicht endet, wenn die Impfungen nicht weltweit erfolgen», erklärte der US-Präsident.

Die Entscheidung zur Verschiebung der viertägigen Konferenz wurde von allen 164 WTO-Mitgliedstaaten unterstützt. Die Konferenz soll nachgeholt werden.

Die WTO-Ministerkonferenz ist das höchste entscheidende Organ der WTO, das mindestens alle zwei Jahre tagen muss. Es sind alle Mitglieder der WTO vertreten, jede Nation hat eine Stimme. Die Ministerkonferenz kann Beschlüsse aller Art treffen, solange sie nicht gegen die schon bestehenden multilateralen Handelsabkommen der WTO verstossen.

4000 Teilnehmende wurden in Genf erwartet

Die Reisebeschränkungen hätten es vielen Ministern unmöglich gemacht, nach Genf zu kommen, sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala. Eine gleichberechtigte Teilnahme an der zwölften WTO-Ministerkonferenz wäre somit nicht möglich gewesen.

Die Ministerkonferenz sollte der Weltorganisation neuen Schwung verleihen, etwa durch Fortschritte im Streit um Fischereisubventionen oder bei der Frage der Aussetzung von Patenten von Corona-Impfstoffen. Mehr als hundert Minister und Ministerinnen sowie ihre Delegationen, also rund 4000 Teilnehmende, waren in Genf erwartet worden. Bereits im vergangenen Jahr war die für Juni in Kasachstan geplante Konferenz verschoben worden.

Auch Australien und Brasilien erlassen Einreiseverbote

Immer mehr Länder reagieren auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron mit strikten Reisebeschränkungen. Nach zahlreichen europäischen, nordamerikanischen und arabischen Staaten folgte am Samstag Australien, das den Reiseverkehr mit neun Ländern des südlichen Afrikas einstellte.

Ausländer und Ausländerinnen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Simbabwe und mehreren weiteren Staaten der Region aufhielten, dürfen vorerst nicht mehr nach Australien einreisen, wie Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilte. Australische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen, die in den betreffenden Ländern waren, müssen bei der Rückkehr für 14 Tage in Quarantäne. Es seien nun «strikte, schnelle und sofortige Massnahmen» erforderlich, sagte Hunt.

Zuvor hatte auch Brasilien ein Verbot für Flüge aus sechs südafrikanischen Ländern verhängt. «Wir werden die Brasilianer in dieser neuen Phase der Pandemie schützen», erklärte Kabinettschef Ciro Nogueira nach einer Krisensitzung mehrerer Ministerien.

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(AFP/job)

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