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FrankreichMinistersohn verzockt 3,5 Millionen mit Falschgeld

Gegen den Sohn von Frankreichs Aussenminister liegt ein Haftbefehl vor. In der Nacht vor dem Amtsantritt seines Vaters zahlte er in Vegas Spielschulden mit ungedeckten Schecks.

von
slw
Finanzierte seine Spielsucht mit gefälschten Schecks: Thomas Fabius, Sohn von Frankreichs Aussenminister. (1. Juni 2011)

Finanzierte seine Spielsucht mit gefälschten Schecks: Thomas Fabius, Sohn von Frankreichs Aussenminister. (1. Juni 2011)

Thomas Fabius wird in den USA per Haftbefehl gesucht. Der Vorwurf: Der Sohn von Frankreichs Aussenminister hat in der Nacht vor dem Amtsantritt seines Vaters in einem Casino in Las Vegas faule Schecks in Millionenhöhe ausgestellt. Thomas Fabius habe am Abend des 15. Mai 2012 mehr als 3,5 Millionen Dollar (3,17 Millionen Euro) Spielschulden mit ungedeckten Schecks beglichen, heisst es in dem Haftbefehl, der der Nachrichtenagentur AFP seit Donnerstag vorliegt. Am 16. Mai 2012 war Laurent Fabius zum Aussenminister der sozialistischen Regierung in Paris ernannt worden.

Der Haftbefehl wurde schon vor zwei Jahren ausgestellt. Sobald Thomas Fabius seinen Fuss auf US-Boden setze, drohe ihm die Festnahme, sagte ein Sprecher der Justizbehörden zu AFP. Der 33-Jährige, der eine Finanzberatungsfirma leitet, soll in den vergangenen Jahren Millionen von Dollars in Spielcasinos verzockt haben. 2013 war gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit einem Immobiliengeschäft ermittelt worden. (slw/afp)

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