Marco Schällibaum: «Mir fehlt meine Familie sehr»
Aktualisiert

Marco Schällibaum«Mir fehlt meine Familie sehr»

Trainer Marco Schällibaum ist mit Lugano in der Challenge League souveräner Leader und steht kurz vor dem Aufstieg. Dennoch ist der Zürcher nicht ganz glücklich.

von
Andy Huber
Trainer Marco Schällibaum hat die letzten zwölf Spiele mit dem FC Lugano gewonnen. (Foto: Keystone)

Trainer Marco Schällibaum hat die letzten zwölf Spiele mit dem FC Lugano gewonnen. (Foto: Keystone)

Marco Schällibaum, Sie liegen mit sechs Punkten Vorsprung vor Verfolger Vaduz und haben alle letzten 12 Spiele ge­wonnen. Ist Ihnen eine so tolle ­Serie schon einmal gelungen?

Marco Schällibaum: Nein. Das ist sensationell. Und das beweist, wie gross der Sieges­wille und wie toll die Stimmung im Team ist. Wir haben beispielsweise jeden Morgen ein Fest, wenn wir uns zum Training begrüssen. Irgendwie erinnert mich die Situation an jene vor zehn Jahren mit YB, als wir aufstiegen.

Wie gross ist Ihr Anteil am Höhenflug von Lugano?

Ich habe meine fachlichen Qualitäten als Trainer und weiss, was ich kann. Zudem bin ich ein positiv denkender Mensch und habe diese Eigenschaft wohl ganz gut auf die Spieler übertragen können.

Wie viele Punkte braucht es noch zum Aufstieg?

Es sind noch sieben Runden zu spielen. Und wenn wir die nächsten zwei Heimspiele gegen Nyon und Winterthur gewinnen, haben wir es wohl geschafft. Dann können wir kaum mehr eingeholt werden. Ich bin überzeugt, dass wir es packen.

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Ich habe zwar einen Vertrag bis 2012, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich bleibe oder in die Deutschschweiz zurückkehre. Natürlich lässt es sich in Lugano gut leben. Aber meine Frau, meine Tochter und mein Sohn wohnen in Basel und fehlen mir sehr. Die Kinder sind in einem Alter (Manue­la ist 10, Nico 7 Jahre alt, die Red.), wo ich viel mit ihnen unternehmen könnte. Meine Liebsten nur einmal in der Woche zu sehen, ist mir als Familienmensch einfach zu wenig.

Gibt es schon Angebote?

Nichts Konkretes. St. Gallen meldete sich einmal. Doch ich wollte meine Arbeit hier beenden. Danach nahm der Klub Jeff Saibene.

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