Bad-Vibes mit Anina Mutter - «Mir geht viel Geld durch die Lappen»
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Bad-Vibes mit Anina Mutter«Ich lasse mir viel Geld durch die Lappen gehen»

Mit ihrem Content trifft sie den Nerv der Zeit: Anina Mutter ist Nachhaltigkeits-Bloggerin – und war es schon, als das Thema noch verstaubt war.

von
Katja Fischer

Bad-Vibes mit Anina Mutter: Die Nachhaltigkeits-Influencerin beantwortet in ihrem Badezimmer Fragen im Schnelldurchlauf.

Video: Elay Leuthold/Kingfluencers/20 Minuten

Darum gehts

  • 20 Minuten und Kingfluencers fühlen in einer Serie Schweizer Influencern und Influencerinnen der Stunde auf den Zahn.

  • Für zwei Minuten verfolgen wir sie sogar bis ins Bad – ohne Ringlight oder Beauty-Filter (im Video oben).

  • In dieser Bad-Vibes-Folge: Anina Mutter.

  • Hier erfährst du alles über die Zürcher Nachhaltigkeits-Bloggerin: Warum sie sich selbst nicht als Influencerin sieht und warum sie freiwillig auf viel Lohn verzichtet.

Nachhaltig und cool – noch vor fünf Jahren waren diese beiden Adjektive ein Widerspruch in sich. Heute ist Nachhaltigkeit cool. Im Gegensatz zu vielen Influencerinnen und Influencern ist das Thema auf Anina Mutters (32) Kanälen jedoch schon immer präsent – «ich musste nicht erst bekehrt werden», sagt sie im Gespräch mit 20 Minuten. Aber: Erst jetzt trifft sie mit ihrem Content vollends den Nerv der Leute.

Anina ist Bloggerin, Autorin und Instagrammerin – «digitale Nomadin», wie sie sich selbst definiert. Als Influencerin sieht sie sich hingegen nicht. Eher als «Kuratorin von nachhaltigen Inhalten»: Sie gebe lediglich «Best-of ihrer eigenen Erfahrungen» weiter und wolle keinesfalls jemandem ihren Lebensstil aufdrücken.

Das ist Anina Mutter

  • Alter: 32

  • Beruf: Nachhaltigkeits-Bloggerin, Instagrammerin, Autorin, Tänzerin, Schauspielerin

  • Instagram-Community: 16’200

  • Blog: ekkoist

Das Bewusstsein für Natur, Menschen und Tiere ist Anina früh mitgegeben worden: Aufgewachsen ist die Wahl-Zürcherin im ländlichen 250-Einwohner-Dorf Beinwil SO. Mit acht Jahren entschied sie sich, Vegetarierin zu werden, heute lebt sie mehrheitlich vegan. Und in ihrer Bachelorarbeit widmete sie sich dem Thema Fair Fashion. «Je mehr ich über das Thema Nachhaltigkeit erfuhr, desto weniger konnte ich zurück», sagt sie.

Erste Collab-Anfrage war «schreckliches Shirt»

Parallel zu ihrer Tanzausbildung wurde Anina Mutter auf Social Media aktiv, vorerst nur privat. Die erste Kollaborations-Anfrage sei dann vor rund vier Jahren und völlig überraschend eingegangen. «Für ein schreckliches T-Shirt», erinnert sie sich lachend. «Ich dachte mir: Hey, das kann man doch auch cool machen und mit gutem Zweck.»

Sowieso entstehe bei ihr vieles aus einem eigenen Bedürfnis heraus: «Ich sehe etwas und denke mir, dass man das besser machen könnte. Oder ich vermisse etwas und setze es dann selbst um.»

So geschehen bei ihrem ersten Buch «ekko», einem Guide für nachhaltige und faire Orte in der Schweiz – Restaurants, Hotels oder Geschäfte etwa. Sie habe sich selbst lange eine solche Liste gewünscht, sei aber nie fündig geworden. «Da hab ich sie halt selbst erstellt».

Anina will nicht tagtäglich Content liefern

Inzwischen kann Anina von ihren Kollaborationen leben. «Zwar unter dem durchschnittlichen Lohnniveau», wie sie sagt. «Aber ich bin mega happy.» Zumal sie sich die Freiheit lassen möchte, wählerisch und vor allem ihren nachhaltigen Werten treu zu bleiben. Und sich auch keinem Druck hingeben will, tagtäglich Content liefern zu müssen. «Es gibt Creators, die wahnsinnig gut davon leben, weil sie jegliche Collabs eingehen», weiss sie. «Mir geht viel Geld durch die Lappen, aber das ist okay. Für mich geht die Rechnung auf.»

Für sie ist klar: Solange sie Spass daran hat, will sie weitermachen. Und solange die Leute ihre Inhalte sehen wollen. «Mir ist bewusst, dass das womöglich nur ein vorübergehender Job ist», bleibt sie realistisch. Sorgen um ihre Zukunft mache sie sich trotzdem «null». Schliesslich sei sie als Content Creator, Autorin, Tänzerin und Schauspielerin breit aufgestellt. Und sie habe auch bereits wieder neue Ideen im Kopf. «Ich erlaube mir, einfach mit dem Flow zu gehen.»

Im Video stellt sich Anina Mutter zwei Minuten lang unserer schnellen und intimen Fragerunde – hautnah in ihrem Badezimmer.

Die Bad-Vibes-Serie ist in Zusammenarbeit mit der Influencer-Marketing-Agentur Kingfluencers und Video Producer Elay Leuthold entstanden. Bereits erschienen: Almost.Cesca, Nathistyle und Kris8an.

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