Kollabierte Synchronschwimmerin: «Mir ging es nicht gut, das ist das Letzte, woran ich mich erinnere» 
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Kollabierte Synchronschwimmerin«Mir ging es nicht gut, das ist das Letzte, woran ich mich erinnere» 

Bei der Schwimm-WM in Budapest wurde Synchronschwimmerin Anita Alvarez bewusstlos und musste gerettet werden. Nun hat sie sich zum Vorfall geäussert. 

von
Sven Forster
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Schrecksekunden an der Schwimm-WM in Budapest.

Schrecksekunden an der Schwimm-WM in Budapest.

AFP
Die US-amerikanische Synchronschwimmerin Anita Alvarez wird nach ihrer Darbietung bewusstlos und sinkt im WM-Becken ab.

Die US-amerikanische Synchronschwimmerin Anita Alvarez wird nach ihrer Darbietung bewusstlos und sinkt im WM-Becken ab.

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Ihre Trainerin Andrea Fuentes reagiert blitzschnell und taucht in den Pool ein.

Ihre Trainerin Andrea Fuentes reagiert blitzschnell und taucht in den Pool ein.

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Darum gehts

Die Bilder der kollabierten Synchronschwimmerin Anita Alvarez gingen um die Welt. Die 25-Jährige musste von ihrer Trainerin aus dem Pool gerettet werden. Der Sportlerin geht es wieder gut. Nun hat sie sich auch selbst zum ersten Mal über den Vorfall geäussert. 

Im Interview mit dem Sender «NBC» sagt Alvarez: «Ich erinnere mich an das Gefühl, dass es eine wirklich tolle Leistung war». Sie habe bis zum Schluss der Kür alles gegeben. «Ich erinnere mich, dass ich mich nicht so gut fühlte. Das ist buchstäblich das Letzte, woran ich mich erinnere.» 

Es war auch nicht das erste Mal, dass sich diese Situation ereignete. Schon vor einem Jahr bei einem Quali-Turnier für die Olympischen Spiele musste Alvarez gerettet werden. Schon damals war ihre Trainerin, Andrea Fuentes, zur Stelle. «Ich bin einfach so dankbar, sie als Trainerin zu haben», so die Synchronschwimmerin. Allerdings sagt sie dies nicht nur wegen der doppelten Rettung, sondern aufgrund der Tatsache, dass Fuentes früher ihr Kindheitsidol war. Die Spanierin gewann 2008 und 2012 jeweils zwei Olympia-Medaillen. 

Rettungsschwimmer müssen sich an Regeln halten

Fuentes kritisierte die Rettungskräfte in Budapest stark. «Als ich sie sinken sah, schaute ich zu den Rettern rüber, aber ich sah, dass sie nur geglotzt und nicht reagiert haben.» Bela Merkely, Leiter des Sanitätsdienstes erklärte gegenüber lokalen Medien, dass sich die Rettungsschwimmer an strikte Regeln des Schwimmverbandes halten müssen. Die Schwimmer dürfen nur ins Becken springen, wenn die Kampfrichter ein Signal geben. Das hätte es nicht gegeben. «Auch wenn ein Trainer ein Signal gibt, dürfen sie nicht eingreifen», so Verantwortliche. 

Bereits vor einem Jahr rettete Fuentes ihre Schwimmerin.

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Übrigens: Noch immer ist unklar, ob Alvarez am Freitag bereits wieder ins Wasser steigt. Der Teamwettkampf steht an. Die Amerikanerin wollte sich einen Tag ausruhen, «und dann mit dem Arzt entscheiden, ob sie das Team-Finale in der Freien Kür schwimmen kann oder nicht», sagte die Trainerin am Donnerstag. Der Wettkampf findet am Nachmittag statt. 

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