Beni Würth: «Mir ist ein Grabstein aufs Bein gefallen»
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Beni Würth«Mir ist ein Grabstein aufs Bein gefallen»

Die vier Kandidaten für die Ständerats-Ersatzwahl am 19. Mai sind gesetzt. Hier antworten sie auf die wohl skurrilsten Fragen im bisherigen Wahlkampf.

von
mwa
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Regierungsrat Beni Würth hat im ersten Wahlgang mit 37'613 Stimmen am besten abgeschnitten.

Regierungsrat Beni Würth hat im ersten Wahlgang mit 37'613 Stimmen am besten abgeschnitten.

Keystone/Walter Bieri
Zweitplatzierte war mit 25'071 Stimmen Susanne Vincenz-Stauffacher von der FDP.

Zweitplatzierte war mit 25'071 Stimmen Susanne Vincenz-Stauffacher von der FDP.

Mit 18'947 hat Mike Egger (SVP) den dritten Platz belegt.

Mit 18'947 hat Mike Egger (SVP) den dritten Platz belegt.

Der Wahlsonntag rückt immer näher. Die vier Kandidaten für die Ständerats-Ersatzwahl im Kanton St.Gallen sind gesetzt. Nachdem am 10. März keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreichte, wird am 19. Mai der zweite Wahlgang stattfinden. Von den Vieren, die am kommenden Sonntag wieder zur Wahl stehen, hat CVP-Kandidat Beni Würth im letzten Wahlgang mit 37'613 Stimmen am besten abgeschnitten. Zweitplatzierte war Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP) mit 25'071 Stimmen. Darauf folgten SVP-Kandidat Mike Egger mit 18'947 und Andreas Graf (Parteifrei) mit 2242 von insgesamt 97'044 gültigen Stimmen.

Im Interview mit 20 Minuten beantworten die Anwärter die wohl skurrilsten Fragen, die ihnen im bisherigen Wahlkampf gestellt wurden.

Mike Egger: «Ich würde wohl am ehesten mein Sternzeichen, den Löwen wählen. Sie übernehmen Verantwortung in der Natur, genau das braucht es auch in der Politik.»

Andreas Graf: «Bei mir wäre das definitiv der Milan. Er hat scharfe Augen und stürzt sich ganz präzise auf seine Beute. Ich mache dasselbe und konzentriere mich genau auf meine Aufgabe. Der Optimismus des Milans, eine Maus zu fangen und Erfolg zu haben, gleicht dem meinen.»

Susanne Vincenz-Stauffacher: «Ich wäre am liebsten ein Hund. Allerdings nur wenn ich bei uns wohnen könnte, denn unser Labrador hat es wirklich sehr gut. Der beschützende Charakter des Hundes gleicht dem meinen. Er möchte die Herde zusammenhalten, das ist auch mein Ziel.»

Beni Würth: «Ich entscheide mich für den Steinbock. Er ist mein Sternzeichen, behält immer den Überblick und agiert flink. Mit ihm kann ich mich gut identifizieren.»

Mike Egger: «Mein bester Freund hatte in der 5. Klasse ein Pocketbike. Am Samstagnachmittag fuhren wir jeweils auf dem Firmenparkplatz seines Vaters rum. Eines Tages krachte ich dann leider in ein Auto der benachbarten Firma. Am Montag habe ich dann mein ganzen Mut zusammen genommen und den Schaden bei der Firma gemeldet. Ehrlichkeit wurde damals schon geschätzt: Ich musste die Beule nicht bezahlen.»

Andreas Graf: «Als Kind habe ich immer ferngesteuerte Segelflieger gebaut. Leider wusste ich gar nicht, wie das funktioniert, und so habe ich einen Flieger nach dem anderen zerstört. Irgendwann habe ich verstanden, dass man andere Menschen zu Rate ziehen muss, um im Leben weiter zu kommen.»

Susanne Vincenz-Stauffacher: «Als ich in der 2. Klasse war, gab es in Print-Magazinen jeweils diese Kontaktanzeigen, wie es sie heute in vielen Online-Dating-Portalen gibt. Ich habe diese jedes Mal begeistert ausgefüllt. Beim Punkt 'Muttersprache' war ich allerdings immer verwirrt. Meine Antwort 'Mami' war wohl nicht korrekt. Ich dachte, die wollten wissen, wie ich meine Mutter anspreche.»

Beni Würth: «Mir ist in meiner Kindheit viel passiert. Da könnte ich verschiedenste Geschichten erzählen. In der 4. Klasse beispielsweise ist mir einmal ein Grabstein aufs Bein gefallen. Wir wollten eigentlich die Gräberräumung näher begutachten. Das Ganze endete dann aber mit einem komplizierten Beinbruch und einem daraus resultierenden siebenwöchigen Aufenthalt im Kantonsspital.»

Mike Egger: «Das kann ich relativ einfach beantworten: Ich muss immer hin und her laufen, wenn ich telefoniere.»

Andreas Graf: «Wenn man mit mir am Tisch sitzt, kann man damit rechnen, dass ich auf einmal weit weg und nicht mehr wirklich anwesend bin. Meine Frau sagt dann jeweils 'Hallo? Erde an Andreas.' Auf die Frage, ob ich ihr zugehört habe, antworte ich dann mit 'Ja'. Ihre Worte kann ich dann aber doch nicht wiederholen.»

Susanne Vincenz-Stauffacher: «Direkt nach dem Aufstehen ist meine allererste Amtshandlung, mich auf die Treppe zu setzen und unseren Labrador Luna zu kuscheln. Wenn der Wecker klingelt, erwartet sie mich jeweils schon dort und freut sich darauf.»

Beni Würth: «Am Morgen früh ist mein Zeitplan immer sehr eng getaktet. Den Bus verpasse ich zwar nie, aber ich komme auf den letzten Sprung. Meine Familie sagt dann, ich solle mir morgens doch mehr Zeit nehmen. Noch früher aufzustehen ist dann aber trotzdem keine Option.»

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