Aktualisiert 09.02.2018 07:36

Benjamin Weger«Mir sind fast die Hände abgefallen»

Die Schlotter-Temperaturen in Pyeongchang sind eine grosse Herausforderung. Am meisten leiden die Biathleten.

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mal
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Benjamin Weger ist die Nummer 1 der Schweizer Biathlon-Equipe in Pyeongchang. Der 28-Jährige liefert seine bisher konstanteste Saison ab.

Benjamin Weger ist die Nummer 1 der Schweizer Biathlon-Equipe in Pyeongchang. Der 28-Jährige liefert seine bisher konstanteste Saison ab.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Der 28-jährige Walliser belegt im Gesamtweltcup den 9. Zwischenrang, obwohl er zwei Rennen wegen eines weiteren Trainingsblocks in der Höhe ausgelassen hat.

Der 28-jährige Walliser belegt im Gesamtweltcup den 9. Zwischenrang, obwohl er zwei Rennen wegen eines weiteren Trainingsblocks in der Höhe ausgelassen hat.

Keystone/Jean-christophe Bott
Die Leistungen das Wallisers lassen für Olympia nur eine Zielsetzung zu: eine Medaille. 13 Einsätze, elfmal in den Top 20, davon fünfmal in den Top 10.

Die Leistungen das Wallisers lassen für Olympia nur eine Zielsetzung zu: eine Medaille. 13 Einsätze, elfmal in den Top 20, davon fünfmal in den Top 10.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Die grosse Kälte in der Olympia-Region ist das vorherrschende Thema in den Tagen vor dem Start der Winterspiele. Es herrschten Temperaturen von bis zu -23 Grad, die sich wegen der Bise noch weitaus kälter anfühlten. Inzwischen ist es in Südkorea um einige Grad wärmer geworden, es gab gelegentlich gar Plus-Werte. Die Sportler hoffen, dass dieser Trend anhält. Vor allem die Biathleten, denn die leiden am meisten.

«Mir sind beim Training fast die Hände abgefallen», klagt etwa Benjamin Weger. «Bei einer solch extremen Kälte verlierst du das Gefühl in den Fingern für das Schiessen», so der Walliser. Weger hat deshalb seine Eltern, die noch anreisen werden, damit beauftragt, ihm andere Handschuhe mitzubringen. Er habe generell überhaupt keine Probleme mit tiefen Temperaturen, dies behage ihm beim Biathlon eigentlich mehr, als wenn es warm sei. Aber die Voraussetzungen hier seien schon «abartig».

Neben tiefen Temperaturen auch Wechselwinde

Erschwerend kommt hinzu, dass die Biathleten ihre Wettkämpfe am Abend auszutragen haben und am Schiessstand auch oft wechselnde Winde herrschen. «Das ist schon eine ziemlich grosse Herausforderung für alle», sagt Disziplinenchef Markus Regli.

Und womöglich liegt dadurch sogar die eine oder andere dicke Olympia-Überraschung drin. Die beiden Saison-Dominatoren Martin Fourcade (Frankreich) und Johannes Thingnes Bö (Norwegen) müssen auf jeden Fall zuerst einmal unter Beweis stellen, dass sie mit diesen anspruchsvollen Bedingungen klarkommen.

Auch unserem Frauen-Trumpf Selina Gasparin macht die Kälte schwer zu schaffen (siehe Video).

Selina Gasparin gewann in Sotschi Silber. Jetzt macht ihr die Kälte schwer zu schaffen. (Video: Tamedia)

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