Aktualisiert 29.10.2007 12:22

Mirjams Mörder kommt vor den Richter

Der Mörder der 13-jährigen Mirjam aus dem südbadischen Auggen muss sich ab Mittwoch vor dem Landgericht Freiburg verantworten. Dem geständigen Bauarbeiter wird Mord und versuchte Vergewaltigung zur Last gelegt.

Er war am 8. Mai festgenommen worden, nachdem ihm die Polizei mit Hilfe eines DNA-Tests auf die Spur gekommen war. Er hatte freiwillig eine Speichelprobe abgegeben. Die Schülerin war am 20. April erdrosselt aufgefunden worden.

Die 13-Jährige hatte sich am Morgen kurz vor 07.00 Uhr von ihrem Zuhause in Auggen mit dem Fahrrad auf den Weg zur Schule gemacht. Dort kam sie aber nicht an. Auf ihr Verschwinden wurde die Familie erst am Mittag aufmerksam, weil die 13-Jährige nicht nach Hause kam. Suchtrupps mit einem Hubschrauber und Spürhunden fanden die Leiche des Mädchens schliesslich gegen 20.00 Uhr etwa zwei Kilometer vom Elternhaus entfernt neben seinem Rad. Am Tatort stellte die Polizei DNA-Spuren des mutmasslichen Mörders sicher.

Der Mann, der ebenfalls in Auggen wohnte, kannte die Schülerin nicht. Er zerrte sie nach Darstellung der Staatsanwaltschaft ins Unterholz und wollte sie vergewaltigen, liess aber davon ab, weil er offenbar Angst vor den Folgen der geplanten Tat hatte. Der Bauarbeiter habe die Schülerin stranguliert und geschlagen, an den Folgen der Misshandlung sei das Mädchen gestorben. In der Wohnung des Mannes waren auch Computerdateien mit kinderpornografischem Inhalt entdeckt worden.

Das Landgericht hat vier Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 9. November verkündet werden. (dapd)

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