Miroir des Modes: Mode, wie die Dietrich sie trug
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Miroir des Modes: Mode, wie die Dietrich sie trug

Eintauchen in die Vergangenheit: Bei Joya Aebi und Marianna Sax ist das eine Reise wert. Mit ihrer Art-déco-Galerie, den prächtigen Originalkleidern aus den 20er- und 30er-Jahren sowie einer Portion Nostalgie entführen sie die Besucher in die Umbruchzeit der Modewelt.

«Einfach unglaublich, diese Handarbeit», sagt Marianna und streicht sanft über das schwarze Charleston-Kleid mit Perlen-Saum. «Und dieses Stück erst», Joya zieht ein neues Wunderwerk aus dem sauber geordneten Wandständer. Die beiden Schwestern sind in ihre eigene Welt abgetaucht – in die Welt der glamourösen Stoffe, denen noch immer der Touch der revolutionären 20er- und 30er-Jahre anhaftet.

Seit vier Jahren reisen die jung gebliebenen Frauen regelmässig nach Berlin, Paris oder London, suchen die bekanntesten Art-déco-Sammler auf, feilschen, geschäften und kehren erst glücklich nach Hause zurück, wenn sie ihr perfektes Stück gefunden haben. «Das ist wie eine Sucht», führt Joya mit leuchtenden Augen aus. «Das Sammeln hat man einfach im Blut.»

In der Tat. Geht es doch den Zürcherinnen in erster Linie nicht darum, das grosse Geld zu machen. «Wir möchten unsere Schätze zeigen, möchten mit unserem Salon Miroir des Modes ein Treffpunkt sein. Auch für Lesungen, kleine Konzerte oder einfach nur zum Plaudern», ist vom Duo weiter in Erfahrung zu bringen.

Als einzige Kleider-Galerie mit dem Geist der 20er-Jahre zieht sie viele Neugierige an: Vintage-Liebhaber, Nostalgiker, Sammler oder einfach nur Menschen, die sich an den einmaligen Stoffen und Schnitten erfreuen möchten. Joya und Marianna sind sich einig: «Die Freude der Leute in ihren Gesichtern zu sehen, ist wunderbar.»

Martina Rissi

miroir des modes

Die Art-déco-Galerie Miroir des Modes für Kleider und Accessoires ist an der Spiegelgasse 29 in Zürich zu finden. Telefon: 043 243 72 58. Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.

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