Letterman-Auftritt: Mirren erklärt England die Fussball-Welt
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Letterman-AuftrittMirren erklärt England die Fussball-Welt

Für ihre Rolle in «The Queen» bekam Helen Mirren einen Oscar. Jetzt machte sich die Londonerin in den USA mit einem BP-Ranzer Freunde, doch ihre Landsleute schlug sie böse vor den Kopf.

von
phi

Für ihre harschen Worte in Richtung des britischen Öl-Riesen bekam Helen Mirren beim TV-Talk «Late Show with David Letterman» auf dem US-Sender CBS Applaus vom Publikum, doch englische Zuschauer und vor allem die Fussballfans unter ihnen dürften einen dicken hals auf die Aktrice haben. Sie setzte sich in Amerika ins Kicker-Fettnäpfchen, als sie das 1:1 der Parte England gegen die USA guthiess.

«Ich war so erleichtert, dass es unentschieden ausgegangen ist», sagte die frühere Queen-Darstellerin. Mit Blick auf den Ölkonzern British Petrol fügte sie hinzu: «Denn wissen Sie, wenn Grossbritannien Amerika geschlagen hätte, was wäre mit BP, was meiner Meinung nach für verdammte Schwachstruller [bloody piss-poor] steht? Ich meine, ich hätte nicht in diese Show kommen können. Ich wäre so peinlich berührt und gedemütigt, Britin zu sein, dass ich wohl hätte absagen müssen.»

Nicht nur, dass Mirren ihren Landsleuten keinen Sieg gönnt, sie bezeichnet das englische Team auch noch als britisches. Und damit nicht genug der Fauxpas': Die 64-Jährigge erklärte auch noch (falsch), woher das Kicken kommt. «Wissen Sie, vorher das Spiel eigentlich kommt? Aus viel früheren Zeiten, als ein Stamm den anderen erobert hat. Sie schnitten dem Stammeshäuptling den Kopf ab und schossen den Kopf herum.»

Offenbar spielt Mirren dabei auf ein tatsächlich blutiges Spiel der Inka an, bei dem die Südamerikaner tatsächlich mit einem abgeschnittenen Kopf spielten, den sie durch einen Ring werfen mussten. So oder so: In England dürfte die Oscar-Preisträgerin mit ihrem Letterman-Auftritt viele Sympathien verspielt haben.

helen Mirren bei David Letterman. Bei 8.50 geht der Fussball-Unsinn los. Quelle: YouTube

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