Aktualisiert 20.04.2007 13:27

Miss Mexico: Ärger wegen Brutalo-Rock

Miss Mexico muss den Rock, den sie an der Wahl der Miss Universe tragen wollte, in den Schrank hängen. Und zwar nicht, weil er etwa zu kurz wäre.

Mexiko ist das Gastland der Wahl der Miss Universe im Mai 2007. Da sollte sich Rosa Maria Ojeda, ihres Zeichens amtierende Miss Mexico, besonders auf den Anlass freuen, schliesslich hat sie den Heimvorteil.

Doch Ojeda hat derzeit vor allem eines: Ärger. Der Rock, den die mexikanische Miss an der Wahl der Miss Universe tragen wollte, hat derart massive Proteste ausgelöst, dass sie sich gezwungen sieht, ihnen nachzugeben: Der Rock wird jetzt geändert.

Es ist nicht etwa seine Länge, die das Missfallen weiter Teile der mexikanischen Bevölkerung erregt hat, sondern das gewalttätige Sujet, das darauf zu sehen ist.

Der Rock, der zudem mit einem Patronengürtel kombiniert ist, zeigt Hinrichtungs-Szenen aus dem so genannten Cristero-Krieg (1926-1929), einem Aufstand mexikanischer Katholiken gegen die laizistische Regierung, der rund 100'000 Todesopfer forderte.

Die Kritiker des Rock-Designs finden, das Kleidungsstück verherrliche Gewalt und sei geschmacklos. Das Sujet sei unpassend in einem Land, das von einer Welle von Morden geplagt werde und wo der Terror von Drogenbanden alltäglich sei.

Die Designer rechtfertigten sich damit, der Rock müsse Mexiko präsentieren, er müsse etwas über das Land und seine Geschichte erzählen. Und er müsse Aufmerksamkeit erregen.

Zumindest dies hat der Rock geschafft.

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