Miss Universe: Das ist die Schönste
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Miss Universe: Das ist die Schönste

Die 20minuten.ch-User hatten einen guten Riecher: Die Gewinnerin des Online-Ratings, die Japanerin Riyo Mori, hat die Wahl zur Miss Universum 2007 gewonnen. Miss Schweiz Christa Rigozzi wurde nicht unter die schönsten 15 gewählt.

Die 20-Jährige Miss Japan, von Beruf Tänzerin, siegte in der Nacht auf Dienstag in Mexiko-Stadt vor der brasilianischen Schönheitskönigin Natalia Guimaraes und der Venezolanerin Ly Jonaitis. Im Rating von 20minuten.ch eine Woche vor der Wahl war Riyo Mori ebenfalls Favoritin.

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Insgesamt nahmen 77 Frauen an dem Wettbewerb teil. Mori wurde von ihrer Vorgängerin gekrönt: Zuleyka Rivera Mendoza aus Puerto Rico setzte der Japanerin eine mit Diamanten und Perlen besetzte Krone im Wert von 307 000 Franken auf.

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Die amtierende Miss Schweiz, Christa Rigozzi, hatte sich für den Wettbewerb viel vorgenommen: Sie wollte möglichst weit nach vorne kommen, den Titel allerdings nicht gewinnen (20minuten.ch berichtete). Doch die Tessinerin erreichte das Finale nicht.

Schon als Kind auf Miss Universe programmiert

Die Herzen der Mexikaner flogen der Dunkelhaarigen Japanerin zu, als sie das Publikum der Gastgeber mit den auf Spanisch dahin gehauchten Worten grüsste: «Hola Mexico!» Dann liess Riyo Mori der Jury keine andere Wahl, als sie von ihrer Grossmutter erzählte, die ihr schon als Kind vorhergesagt habe, dass sie einmal Miss Universum sein werde. Mit diesem Traum sei sie nach Mexiko-Stadt gekommen, gestand die junge Frau.

In der Endausscheidung distanzierte die Japanerin die Siegerinnen der Landeswettbewerbe aus Brasilien, Venezuela, Korea und den USA. Dabei hatte Rachel Smith als Miss USA auch ihren besonderen Auftritt, als sie ausgerechnet im Abendkleid-Wettbewerb ausrutschte und stürzte. Die deutsche Teilnehmerin Angelina Glass schaffte es nicht ins Finale. Gar nicht erst dabei war die «Miss Sweden» - die 20-jährige Isabel Lestapier Winqvist verzichtete auf die Reise nach scharfer Kritik im eigenen Land, dass der Webbewerb nicht dem Bild der modernen Frau gerecht werde.

Die auf einen Wert von 250.000 Dollar (186.000 Euro) geschätzte Krone der «Miss Universum» aus Diamanten und Perlen wollte beim ersten Mal noch nicht richtig sitzen - das kostbare Stück folgte nicht den Gesetzen der Schönheit, sondern denen der Schwerkraft und rutschte herunter. Aber aller Aufregung zum Trotz war Riyo Mori an der Seite ihrer Vorgängerin Zuleyka Rivera aus Puerto Rico geistesgegenwärtig genug, um die Krone aufzufangen und auf ihrem Haar zu richten. Es ist das erste Mal seit 1959, dass eine Japanerin den Wettbewerb für sich entscheiden konnte.

«Sie ist ein wunderbarer Champion, eine wunderbare Frau», sagte Mitveranstalter Donald Trump. «Ich habe gehört, dass sie in Japan schon ganz verrückt sind, und das ist gut so.»

Vor der Veranstaltung am Montagabend wählten Demonstranten im Zentrum von Mexiko-Stadt eine «Miss Marihuana», eine «Miss Sexual Health» und eine «Miss Human Rights». In Sprechchören riefen die Teilnehmer der Protestaktion: «Ob hässlich oder schön, keine Frau soll als Objekt betrachtet werden.»

Lauriane Gilliéron, die schönste Schweizerin des Jahres 2006, wurde im vergangenen Jahr im Wettbewerb um den Titel der schönsten Frau der Welt Dritte. Die Waadtländerin war die beste Europäerin in dem Wettstreit. Schon vor dem Finale war sie zu den Favoritinnen gezählt worden. (dapd)

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