Besuch in Guantánamo: Miss Universum hatte «vieeel Spass»
Aktualisiert

Besuch in GuantánamoMiss Universum hatte «vieeel Spass»

Dayana Mendoza, die amtierende Miss Universum aus Venezuela, hat den US-Militärstützpunkt in Guantánamo Bay auf Kuba besucht. Und sich dabei offenbar bestens amüsiert.

In ihrem Missen-Blog berichtete die 22-jährige Dayana Mendoza von ihrer Visite am 20. März in Guantánamo. Zusammen mit der amtierenden Miss USA Crystal Stewart nahm sie am Truppenbetreuungsprogramm der US-Regierung teil, mit dem die «Kampfmoral» der Soldaten gefördert werden soll, so die Mitteilung der zuständigen Behörde. Auftritte dieser Art gehören zur Tradition der US-Streitkräfte, Marilyn Monroe etwa war während des Koreakriegs in den 50er Jahren in gleicher Mission unterwegs.

Für die Venezolanerin war der Besuch in Guantánamo offenbar ein «unglaubliches Erlebnis», trotz des zweifelhaften Rufs der Basis. Immerhin durften die beiden Missen auch das Gefangenenlager sehen, mit Zellen, Duschen und Aufenthaltsräumen. Die Insassen bekamen sie anscheinend nicht zu Gesicht, trotzdem sei es «sehr interessant» gewesen.

Im Vordergrund standen ohnehin andere Dinge: Sie habe «vieeel Spass» gehabt, schreibt Mendoza, das Wasser in Guantánamo Bay sei «sooo schön» gewesen. Weshalb die Miss zum Fazit kam: «Ich wollte nicht mehr weg. Es war ein so erholsamer Ort, so ruhig und schön.» Nicht alle dort dürften ihre Meinung teilen ...

Auch Venezuelas Präsident Hugo Châvez wird über den Enthusiasmus seiner Landsfrau kaum glücklich sein. Erst kürzlich hat der Castro-Freund die USA aufgerufen, Guantánamo an Kuba zurückzugeben. Aber vielleicht sieht er auch gnädig darüber hinweg, schliesslich ist Venezuela so ziemlich das einzige Land der Welt, in dem Miss-Wahlen einen noch höheren Stellenwert haben als in der Schweiz.

(pbl)

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