Aktualisiert 01.08.2006 21:09

Missbrauch der «Schweiz» - Trybol verklagt La Prairie

Die Schaffhauser Kosmetikfirma Trybol hat eine Strafanzeige gegen die Kosmetikfirma La Prairie eingereicht. Diese habe den Namen «Schweiz» missbraucht.

Sie wirft ihr vor, einen Missbrauch der Marke Schweiz zu betreiben. Mit einer ähnliche Klage vor der Lauterkeitskommission war das Unternehmen bereits einmal gescheitert.

Die Trybol AG hatte im März dieses Jahres in diversen Schweizer Medien ein Inserat schalten lassen. Darin suchte sie Verbündete im Kampf gegen irreführende Herkunftsangaben und den Missbrauch der Marke Schweiz.

Nun hat die Trybol aus Neuhausen SH gegen die Kosmetikfirma La Prairie aus Volketswil ZH Strafanzeige eingereicht, wie Trybol-Chef Thomas Minder am Dienstag gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens sagte.

Minder kritisiert, dass La Prairie einige ihrer Produkte in den USA herstellen lässt, diese aber trotzdem mit dem Label «Switzerland» versieht. Diese Produkte, fordert Minder, müssten beschlagnahmt werden.

Charlotte Vollmuth von La Prairie hält Minder entgegen, dass sämtliche Produkte des Unternehmens in der Schweiz entwickelt würden. Technische Begebenheiten machten es notwendig, dass einige Produkte in den USA hergestellt würden, sagte sie gegenüber «10 vor 10».

Trybol war in der Vergangenheit bereit einmal mit einer Klage und einem Rekurs bei der Lauterkeitskommission der Werbebranche abgeblitzt. Damals hatte das Unternehmen ein Produkt eingeklagt, dass auf der Packungsvorderseite die Bezeichnung «... of Switzerland» verwendet, obwohl der Artikel zu 100 Prozent in Deutschland produziert wird. (sda)

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