Missbrauch zieht am meisten
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Missbrauch zieht am meisten

Bei der Abstimmung über die 5. IV-Revision konnten die Befürworter der Vorlage die Stimmenden mit einem Bündel von Argumenten überzeugen. Vor allem die Missbrauchsbekämpfung war den Wählern ein Anliegen.

Dies geht aus der Vox-Analyse der Abstimmung vom 17. Juni hervor. Missbrauchsbekämpfung, die Notwendigkeit einer Sanierung des Sozialwerkes und die bessere Eingliederung der Behinderten waren die wichtigsten Argumente der Befürworter. Sie konnten damit Personen für eine Annahme der Vorlage gewinnen, die durchaus auch Nachteile in der Revision sahen, heisst es in der Studie.

Die Gegner-Argumente «zu schwache Einbindung der Arbeitgeber», «Fehlen einer Zusatzfinanzierung», «Revision auf dem Buckel der Behidnerten» wurden zwar ernst genommen, aber von einer Mehrheit als zweitrangige Entscheidgründe eingestuft.

Ansonsten folgten die Stimmenden weitgehend dem Rat jener Partei, mit der sie sympathisieren: Bürgerliche stimmten überwiegend zu, Linke und Grüne lehnten die Vorlage ab.

Die IV-Revision war in der eidgenössischen Abstimmung von 59,1 Prozent der Stimmenden angenommen worden. Das Forschungsinstitut gfs.bern hatte danach 1019 Stimmberechtigte Personen über ihre Entscheidgründe befragt. (sda)

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